Vorwort zum Oktober-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

nun stehen wir bereits im Herbst dieses Jahres im Herrn 2019, einer Jahreszeit, die auch Sinnbild ist für das baldige Lebensende des Menschen hier auf der Erde. Zu Beginn des Monats Oktober feiert die Kirche jene von Gott geschaffenen Reinen Geister, die dem Menschen während seiner gesamten Lebenszeit zum Schutz an die Seite gestellt werden: die Heiligen Schutzengel!

Wie schön schreibt Pius Parsch: „Die Kirche lebt im Reiche der Übernatur und darum ist sie mit den Geistern der Übernatur, den Engeln, wohl vertraut. Wir brauchen bloß das Ordinarium der Messe zu verfolgen und wir werden immer wieder den Engeln begegnen, sei es, daß wir sie als gegenwärtig wissen, sei es, daß wir ihre Lieder singen (Gloria, Sanctus), sei es, daß wir sie in ihrem Gottes- und Menschendienst bewundern. Heute aber will uns die Kirche eine besonders liebliche Offenbarung der göttlichen Fürsorge für uns Menschen feiern lassen, jene nämlich, daß Gott für jeden von uns einen eigenen Schutzgeistbestellt hat, der uns durch das Leben begleitet von der Wiege bis zum Grabe, das Schutzengelfest; es ist wohl noch nicht alt; und doch ist es sehr populär. Eigentlich ist es die Erweiterung des ältesten Engelfestes, des Erzengels Michael. Diesen haben wir als Schutzengel der Gesamtkirche gefeiert“ (2019 am 29. September).

(aus: Das Jahr des Heils, 10. Auflage 1932, Band 3, Seite 632)

 

Vorwort zum August-/September-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

diese Ausgabe unseres Regionalbriefes erscheint, wie in jedem Jahr, zusammen mit dem „Informationsblatt“ als Doppelnummer für August und September zusammen. Daher finden Sie im hinteren Teil des Rundbriefes auch die Gottesdienstordnung für beide Monate. Zu Beginn setzen wir den Beitrag Joseph Ratzingers fort. Es schließen sich die Ausführungen des Prälaten Pfeil an, über den Glauben des katholischen Christen ans Jenseits.

Ihnen von Herzen eine gute Zeit und sollten Sie in Urlaub gehen gute Erholung!

Mit Segensgruß, Ihr

Pater A. Fuisting

Vorwort zum Juli-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

die heilige Kirche Gottes befindet sich in einem Zustand, den noch vor Jahrzehnten wohl kaum jemand hat vorhersagen können, so daß die Frage des Herrn, ob der Menschensohn noch Glauben finden werde, wenn er  wiederkommt, schon im hier und jetzt eine Antwort zu finden scheint, nämlich: wohl kaum. Der junge Priester Joseph Ratzinger und spätere Papst Benedikt, hat sich indes bereits 1958 mit der Frage beschäftigt und kam zu dem Ergebnis, „im Herzen der Kirche“ wachse ein neues Heidentum. Aus dieser visionären Schrift, bringen wir nun den ersten Abschnitt und empfehlen Ihnen den Beitrag zur weiteren Lektüre. Unter dem Titel: „Die neuen Heiden und die Kirche“ erschien dieser Vortrag in der Zeitschrift „Hochland“ in der Oktoberausgabe 1958.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Pater A. Fuisting


Nach der Religionstatistik ist das alte Europa noch immer ein fast vollständig christlicher Erdteil. Aber es gibt wohl kaum einen zweiten Fall, in dem jedermann so genau wie hier weiß, daß die Statistik täuscht: Dieses dem Namen nach christliche Europa ist seit rund vierhundert Jahren zur Geburtsstätte eines neuen Heidentums geworden, das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen her auszuhöhlen droht. Das Erscheinungsbild der Kirche der Neuzeit ist wesentlich davon bestimmt, daß sie auf eine ganz neue Weise Kirche der Heiden geworden ist und noch immer mehr wird: nicht wie einst, Kirche aus den Heiden, die zu Christen geworden sind, sondern Kirche von Heiden, die sich noch Christen nennen, aber in Wahrheit zu Heiden wurden. Das Heidentum sitzt heute in der Kirche selbst, und gerade das ist das Kennzeichnende sowohl der Kirche unserer Tage wie auch des neuen Heidentums, daß es sich um ein Heidentum in der Kirche handelt und um eine Kirche, in deren Herzen das Heidentum lebt. Der Mensch von heute kann also als Normalfall den Unglauben seines Nachbarn voraussetzen.


 

Vorwort zum Juni-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

am 28. April feierte unsere Gemeinde in Düsseldorf Erstkommunion. Vier Kommunion­kinder empfingen zum ersten Mal den Leib des Herrn. Mit großer Freude hatten die Mädchen sich vorbereitet, mit großer Freude (und ein wenig aufgeregt) zogen sie unter brausenden Orgelklängen feierlich mit Ministranten und Priester in die Kirche ein. „Laßt die Kleinen zu mir kommen“ und „Nehmet hin und esset“. Das sind die Worte des Herrn, die an diesem Tag besonders den Erstkommunionkindern ins Herz geschrieben werden. Zum ersten Mal das Brot, das hinüberreicht ins ewige Leben. Was für ein wunderschöner Tag! Wie lebendig ist doch der Glaube. Wie der Organismus beständig durchpulst wird vom Strom des Blutes, so muß auch der Glaube sein. In der Taufe wurde uns allen der Glaube als göttliches Leben grundgelegt. Und das heißt: Christus in uns und wir in Christus, durchpulst vom Strom der heiligmachenden Gnade, beschienen von seiner Liebe. So besitzen wir doch den größten Reichtum, da wir im Stand der Gnade, geborgen in seiner Liebe, Kinder Gottes sein dürfen. Deshalb haben an diesem Tag die Kinder die zerfallende und sterbende Welt (im Augenblick des Kommunionempfangs) überwunden und sind, geistigerweise, von der sichtbaren Welt hinüber gegangen in das ewige Reich Gottes. Wir wünschen ihnen von Herzen, daß sie diese Gnade behalten wollen bis zum großen Ziel: Leben in der Gegenwart Gottes!

Pater A. Fuisting

Vorwort zum Mai-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

der Mai gilt uns als „Marienmonat“. Seit frühester Zeit hat die Kirche versucht, heidnische Feste in christliche Feierlichkeiten umzuwandeln. So hat sie seit dem Mittelalter den Mai zum Marienmonat erklärt, weil der schönste Monat des Jahres auch der „schönsten aller Frauen“ nämlich Maria, geweiht sein sollte.

Aus dem farbenfrohen Aufblühen der Natur in dieser Zeit ergibt sich die Mariensymbolik des Monats Mai. Maria als Gottesmutter wird ja auch als erste und schönste Blüte der Erlösung, als „Frühling des Heils“, verehrt.

Kenn­zeichnend für diesen Monat sind die traditionellen Maiandachten. Erstmals wurde eine solche im Jahr 1784 in der oberitalienischen Stadt Ferrara beim dort ansässigen Kamillianer – Orden nachgewiesen. Von Italien ausgehend, verbreitete sich diese Form der Marienverehrung im 19. Jahrhundert und setzte sich schließlich weltweit durch. 1841 fand erstmals im deutschsprachigen Raum eine Maiandacht im Kloster der „Guten Hirtinnen“ bei Münschen statt. Bald schon wurde es Brauch, daß der Marienmonat am ersten Mai allerorts mit feierlichen Maiandachten eröffnet wurde.
Die Maiandacht ist eine Art Wortgottesdienst zu Ehren der Gottesmutter. Hinzu kommen in vielen Kirchen die Maialtäre, auf dem eine mit Blumen und Kerzen geschmückte Marienstatue steht. In einigen katholischen Gegenden ist auch die Tradition einer häuslichen Maiandacht bekannt. Hierzu wird ebenfalls ein kleiner Maialtar aufgebaut. Vor diesem versammelt sich die Familie dann zum gemeinsamen Rosenkranzgebet.

In Bayern wird am ersten Mai nicht „Joseph der Arbeiter“ liturgisch gefeiert, sonder „Maria, Patronin Bavariae“. Bei der Einweihung der Mariensäule inmitten des Marktplatzes in München betet im Jahr 1638 Kurfürst Maximilian folgendes schöne Gebet: „Gott dem Allerhöchsten, der Jungfrau und Gottesgebärerin, der mildreichsten Frau und mächtigsten Beschützerin Bayerns, setztet dieses immerwährende Denkmal für die Nachkommen wegen der Erhaltung des Bayernlandes der Städte, Heere, seiner selbst, seines Hauses und seiner Hoffnungen dankbar und bittend ihr mindester Pflegesohn Maximilian. Erhalte, o heilige Jungfrau, deinen Bayern ihre Habe, ihr Fürstenhaus, ihre Verfassung, ihre Religion.“

Herzlich laden wir zur Maiandacht ein in Köln und Düsseldorf jeweils nach dem Hochamt am 1. Mai.

Mit Segensgruß,

Ihr Pater Fuisting

Vorwort zum April-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

etwas mehr als die Hälfte der Fastenzeit ist bereits vorüber und wir alle müssen uns fragen, ob wir den Weg  der Umkehr und Erneuerung, den wir ja in diesen vierzig Tagen gehen sollen, bereits zum Erfolg geführt haben. Oder stecken wir noch in Kinderschuhen, was die Bußfertigkeit angeht, indem wir uns an Nebenschauplätzen aufhalten? Sollte das so sein sei uns eine Ermahnung mit auf den Weg gegeben, die Papst Benedikt XVI. beim Kreuzweg im Kolosseum 2005 ausgesprochen hat: „Es reicht nicht, mit Worten und Gefühlen über die Leiden dieser Welt zu klagen, während unser Leben doch weitergeht, wie es immer war“.

Zweifellos muß auch die Kirche immer und immer wieder in ihren Gliedern einen Weg der inneren Umkehr und Erneuerung gehen. Was da von der „Frühjahrsvollversammlung“ der Deutschen Bischofskonferenz zu hören ist, klingt weniger nach Umkehr und Erneuerung. Auf dem Blog des Mathias von Gersdorff beispielsweise steht zu lesen, daß „sich . . . der deutsche Wille zu einem Sonderweg vollumfänglich“ durchzusetzen scheint. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz wird hier wie folgt zitiert: „Die Kirche in Deutschland erlebt eine Zäsur. Der Glaube kann nur wachsen und tiefer werden, wenn wir frei werden von Blockierungen des Denkens, der freien und offenen Debatte und der Fähigkeit, neue Positionen zu beziehen und neue Wege zu gehen.“ Da fragt man sich was das heißen soll?

Wohltuend in diesem Zusammenhang sind da die Worte unseres Herrn Kardinals in einem Gespräch mit dem Mediennetzwerk CNA/EWTN. Der Erzbischof wendet sich darin gegen Versuche, eine neue Kirche zu erfinden  und warnt davor, eine Abkehr von Lehre und Tradition der Kirche zu propagieren. Weiter führte er aus: „Es ist nicht damit getan, den Zölibat abzuschaffen. Es ist nicht damit getan, jetzt zu fordern, daß Frauen zu den Ämtern zugelassen werden. Und es ist auch nicht damit getan, zu sagen, wir müssen eine neue Sexualmoral haben . . . Wir müssen jetzt nicht selber anfangen, den Heiligen Geist spielen zu wollen.“ Der Glaube der Kirche bleibe der Maßstab, wie er auch von Johannes Paul II. in seinem Katechismus vorgelegt worden sei. Ausrichten müsse sich die Kirche an den Maßstäben des Evangeliums und am Willen Jesu Christi. Hingegen gebe es Stimmen, die es an der Zeit halten, „alles das, was bisher war, über Bord zu werfen. . . . Ich halte das für ein sehr gefährliches Wort.“ Die katholische Kirche stehe in einer großen Tradition und gerade auch für das Über-zeitliche. Die Kirche sei keine Manövriermasse, die uns in die Hände gegeben sei. Durchaus ermutigend diese Worte.

So wünsche ich Ihnen, auch im Namen meiner Mitbrüder, eine gnadenreiche Passions- und Osterzeit. Wie immer im Gebet verbunden grüßt Sie herzlich in Christo, Ihr

Pater Andreas Fuisting

Vorwort zum März-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

wie bereits in der letzten Ausgabe des „Kölner Rundbriefes“ angekündigt, hier ein kleiner Bericht anläßlich unseres 10jährigen Apostolats in Remscheid, Kirche St. Josef, Menninghauser Straße.

Als Herr U. Mutz damals, vor über zehn Jahren, mich in der Sakristei des Altenberger Domes aufsuchte, um zu fragen, ob Priester unserer Gemeinschaft von Köln aus bereit wären auch in Remscheid regelmäßig an Sonn- und Feiertagen die Hl. Messe zu zelebrieren, konnten wir noch nicht erahnen, welch fruchtbares Apostolat daraus erwachsen würde. Aber wie es immer ist beim Lieben Gott: Tu das Richtige und Er gibt seinen Segen dazu.

Kardinal Meisner zeigte sich ob des Anliegens sehr offen und bestimmte die Kirche St. Josef als würdigen und auch verkehrstechnisch sehr gut angebundenen Ort (zahlreiche Parkplätze vorhanden!).

Die Gläubigen, die Herr Mutz angesprochen hatte, waren zu einem ganz überwiegenden Teil gar nicht (mehr) mit der überlieferten Liturgie vertraut. Von Anfang an aber bemühten sie sich, dem zunächst ungewohnten Ablauf der Heiligen Messe zu folgen, sangen eifrig mit (Choral, wie auch Kirchenlieder) und tun dies bis heute. Rasch wurde eine Herrenschola gegründet, die unter Leitung der aus Wuppertal anreisenden Kirchenmusikerin (C-Examen) Frau Minja Pohl, auch häufig Propriums­gesänge mit in die Liturgie einbringt. Die Orgel schlägt in genialer Weise seit nun schon einigen Jahren der in Wuppertal Musiktheorie lehrende Franz Pembaur.

Zweimal im Jahr trifft sich die Personalgemeinde St. Josef im an die Kirche angrenzenden Pfarrsaal zum Frühstück nach dem Hochamt und gegenseitigen Austausch. Auch auf Wallfahrt waren wir gemeinsam schon, die nächste ist geplant und soll uns zur Gottesmutter nach Neviges führen.

Die lieben und stets freundlichen Gläubigen der Gemeinde St. Josef, Remscheid, freuen sich über jeden neu hinzukommenden Besucher und Mitfeiernden unserer Hl. Messe, jeden Sonn- und Feiertag um 8.00 Uhr (einzige Ausnahmen: 1. Januar und 1. Mai!).

Das Festhochamt fand statt am 20. Januar, dieses Jahr dem 2. Sonntag nach Erscheinung, mit der berühmten Perikope der Hochzeit zu Kana. Im folgenden eine stark gekürzte Version der Predigt:

„Frau, was willst du von mir? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Mit diesem Ausspruch zeigt Jesus Maria auf: Ich bin nun nicht mehr das Kind von Nazareth. Ich bin der Messias! Mit der Übernahme des messianischen Amtes, löst er das von zwischenmenschlicher Beziehung geprägte Band zu seiner Mutter auf. Denn als Messias hat er keine Mutter mehr, der er in kindlicher Ergebenheit Sohn sein könnte. Ab jetzt darf nur mehr ein Wille für ihn maßgebend sein – der Wille des himmlischen Vaters, der allein seine „Stunde“, den Zeitpunkt seiner Selbstoffenbarung durch ein Wunder, zu bestimmen hat.

Aber: Was Jesus seiner Mutter seit der Stunde zu Kana in Galiläa versagen muß, das kann der Messias der Frau um ihres Glaubens willen gewähren. D. h.: die Kraft des vertrauensvollen Glaubens Mariens, in der Stunde des menschlich so schmerzlichen Verzichtes auf das Mutterrecht, zieht die vom Vater bestimmte „Stunde“ früher herbei und läßt ihre stille Bitte eine überreiche Erfüllung finden.

Es grüßt Sie, Ihr

Pater A. Fuisting

Vorwort zum Februar-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

da der Januarbrief bereits vor Weihnachten an Sie verschickt wurde, darf ich Ihnen nun mit Verspätung, auch im Namen meiner Mitbrüder, ein gesegnetes und gnadenreiches Jahr 2019 wünschen. Die Zeiten sind nicht leicht. Wir wissen nicht, wie sich die Weltlage entwickeln wird, so bleibt vieles ungewiß. Aber das war zu allen Zeiten so. Und wenn es mal ruhiger zuging über einen gewissen Zeitraum, dann war es ein Geschenk Gottes an uns. Vergessen wir das nicht.

Seit nunmehr zehn Jahren findet die Heilige Messe in der außerordentlichen Form in der Kirche St. Josef in Remscheid statt. Zu diesem Anlaß haben wir dort ein levitiertes Hochamt gefeiert. Zu diesem, wie auch allen anderen Apostolaten sagen wir „Deo gratias“. Bilder davon und ein Bericht erscheinen in der nächsten Ausgabe.

Bitte beachten Sie auch auf der letzten Seite des „Köner Rundbriefes“ die noch hinzugekommenen Meßorte in Wuppertal (jeden Montag, außer dem zweiten des Monats) und in Leverkusen (immer zweiter Montag im Monat). So haben Sie die Möglichkeit an der Hl. Messe teilzunehmen, wenn Sie in einer dieser Städte oder in der Nähe wohnen und die Wege nach Köln, Düsseldorf oder Remscheid zu weit sind. Schade, daß wir die Hl. Messe in Wuppertal und Leverkusen nicht auch an Sonntagen anbieten können.

Ihnen eine noch schöne, nun bald zu Ende gehende Weihnachtszeit.

Mit Segensgruß, Ihr

Pater Fuisting

Vorwort zum Januar-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

    von vielen Seiten weht treuen Katholiken heute, die ihren Glauben noch ernst nehmen, eisigkalter Wind ins Gesicht. Aber auch unter ihnen selbst bemerkt der Beobachter eine diffuse Angst. Das ist nicht verwunderlich, denn nichts scheint mehr so, wie es mal war, eine Zeit der Zersetzung von Werten und Sicherheiten, ja das ganze Gefüge, das eine Gesellschaft zusammenhält, scheint in Auflösung begriffen.

Angesichts so vieler, tatsächlich trüber Tatsachen, sollten sich wir Christen am Weihnachtsfest geistigerweise auf das wesentliche im Leben besinnen. Denn Christus wurde nicht umsonst geboren, „als Stille die ganze Welt umfing und die Nacht in ihrem Lauf die Mitte erreichte“. Die dritte Weihnachtsmesse stellt alles an seinen richtigen Platz. Sie ernüchtert und erhebt zugleich.

Die Gegenwart Gottes ist in diesem Kind unter uns gegenwärtig geworden. Der Logos, das Wort des Vaters; Wort, das Gott zu uns spricht und das er nie mehr zurücknimmt. Fortan steht Gott zu uns, er gehört uns, er hat für immer sein Zelt auf der Erde aufgeschlagen. Die Welt ist sein Eigentum. Das Grundbuch des Neuen Testamntes weist ihn als Eigentümer aus: „Er kam in sein Eigentum“. Und die Mutter, sie weiß in der nackten Armut der Höhle nicht, wie sie das Kind bergen soll. Aber dennoch ist das Kind die Majestät des unendlichen Gottes, die bisher kein Menschenauge sah. „Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit.“ „Er sitzt zur Rechten der Majestät in der Höhe.“ Selbst die Tiere liegen nicht dekorativ im Wege und schauen verwundert. Sie repräsentieren die Schöpfung. „Gott hat durch ihn alles erschaffen“, durch das Kind, das in der Krippe liegt. Die Welt liegt in seiner Hand.

Was hier also geschehen ist, das schlägt der Ratio, der Vernunft, ins Gesicht. War doch die Welt durch Unendlichkeiten von Gott getrennt. Und Gott begibt sich in diesem Kind in die Welt, um an den abgerissenen Faden wieder anzuknüpfen, um das Gleichgewicht der Kräfte, wiederherzustellen, um das Weltverlorene, der Zeit Verhaftete und Verängstigte heimzuholen. So strahlt es auf uns dieses Kind, aus dem Reich des Vaters und weist von der Krippe mit Macht hinauf. Gott findet den Menschen und der Mensch findet Gott.

Was, das soll helfen? Die Betrachtung eines Kindes in der Krippe, im Zeitalter der Angst? Allein schon, das die Botschaft von oben kommt, aus der Welt Gottes ist ein Zeichen, das sie geglaubt werden muß. Doch gerade diese Tatsache macht sie heute verdächtig, armselig und illusionär. Wer so denkt, nehme sich die Hirten zum Vorbild. Für sie war die Botschaft der Engel doch auch unerhört und unmöglich. Aber sie brachen auf. Und indem sie aufbrachen, empfingen sie die Kraft, an das Zeichen zu glauben. Der Aufbruch bleibt keinem erspart, gerade an Weihnachten nicht. Die Tatsache, daß Gott ganz einer der unseren wird und sich an alle menschlichen Notwendigkeiten preisgibt, daß er das ganz durch die Sünde verdorbene Leben mitvollzieht und alle Schicksale der Gott davongelaufenen Menschen auskostet – darin besiegt er alle Ängste und Einwände, vor allem aber unseren Hochmut.

Pater A. Fuisting

Vorwort zum Dezember-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

nun ist auch das Jahr im Herrn 2018 schon an sein Ende gelangt. Doch bevor es sich am 31. Dezember ganz von uns verabschiedet, hat ein neues bereits begonnen: das Kirchenjahr mit dem 1. Adventssonntag.

Das Evangelium dieses Sonntags weist große Ähnlichkeiten auf mit dem des letzten Sonntags im vergangenen Kirchenjahr, dem 24. Sonntag nach Pfingsten. Das neue Jahr beginnt so wie das alte aufgehört hat? Will die Kirche uns die vorweihnachtliche Freude nehmen, indem wir schon wieder vom Ende der Welt hören müssen?

Niemand wird den Weltuntergang eines Tages leugnen wollen. Aber wirklich im Ernst daran glauben? Etwas nicht leugnen und etwas glauben ist ein gewaltiger Unterschied. So beruhigen wir uns ganz einfach. Das wird schon seit zweitausend Jahren verkündet. Die Welt hat schon so lange gehalten, da wird es noch weiter so gehen, wenigstens so lange wir da sind. Außerdem können wir uns das gar nicht vorstellen, denn es paßt nicht in unser Konzept: Diese hochkomplizierte Welt soll in nichts zerfallen, einfach auseinanderfallen? Warum denn? Doch wer so kritisch hinterfragt sollte einmal erwägen, ob er Gott noch wirklich ernst nimmt. Der Heiland hat das vorausgesehen. Daher richtet er das Wort an solche Menschen, das fast klingt wie eine Drohung: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Lk. 21,33).

So fragen wir andersherum: Warum sollte diese Welt nicht untergehen? Gott hat sie gemacht. Sie gehört ihm, warum sollte er nicht ein Ende machen? Und das gerade ist es wohl auch, was wir nicht wahrhaben wollen, daß diese Welt nicht uns gehört, diese Welt, die wir aufgebaut und kultiviert haben; daß wir nur Pächter sein sollen.

Was einmal der Welt ihr Ende bereiten wird ist nicht entscheidend und auch der Zeitpunkt nicht. Entscheidend ist, daß Gott es ist. Wir haben Gott genug aus der Hand genommen. Das Ende läßt er sich nicht nehmen. Er allein behält es sich vor.

Wenn wir ein liebendes Herz haben, das wir als Christen haben müssen, dann wird uns klar, daß für diese chaotische Welt ein Untergang, eine letzte Geradestellung aller Dinge kommen muß. Wenn wir ein liebendes Herz haben, dann wird uns das Wort des Herrn aus dem Evangelium des 1. Adventssonntags die Freude nicht nehmen.

In diesem Sinne grüßt Sie herzlich, Ihr

Pater A. Fuisting

Vorwort zum August/September-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

wie Sie es bereits aus den Vorjahren kennen, erscheint diese Ausgabe des „Kölner Rundbriefes“ als Doppelnummer.

D.h. im September erscheint der Rundbrief nicht. Deshalb legen wir Ihnen mit dieser Nummer die Gottesdienstordung für zwei Monate vor. Alle von unserer Niederlassung in Köln aus betreuten Orte sind wie immer aufgeführt. Hinzu gekommen ist übrigens die Heilige Messe in der „St. Anna Kapelle“ zu Leverkusen Lützenkirchen. Immer am zweiten Montag im Monat um 18.30 Uhr. Zuvor, ab 18.00 Uhr Rosenkranzgebet. Danken wir dem Herrn für diesen neuen Meßort.

Vor ca. vierzehn Tagen ist in den USA das Generalkapitel unserer Gemeinschaft zu Ende gegangen. Dieses findet alle sechs Jahre statt. Ein wichtiges Ereignis dabei ist die Wahl des Generaloberen und seiner Berater. Wir freuen uns darüber, daß Pater Andrzej Komorowski zu unserem neuen Generaloberen gewählt wurde und gratulieren ihm ganz herzlich. Vor einigen Jahren hat er, delegiert von dem vor ihm amtierenden Generaloberen Pater Berg, unsere Niederlassung visitiert, so wie es die Konstitutionen unserer Gemeinschaft vorsehen. Über weitere Ernennungen oder Änderungen kann ich Sie noch nicht informieren, weil zum Zeitpunkt der Drucklegung des Briefes noch nicht alles bekannt ist. „Ad multos annos“ wollen wir dem Generaloberen wünschen, der diese Position in einer für die Kirche schwierigen Phase inne hat.

„Geboren wurde Pater Komorowski im Jahr 1975. 1999 trat er nach seinem abgeschlossenen Wirtschaftsstudium in Posen (Polen) in das internationale Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad ein. Er wurde von Kardinal Jorge Medina Estévez im Juni 2006 zum Priester geweiht. Danach war er in verschiedenen Apostolaten der Petrusbruderschaft tätig, u. a. in Polen, Belgien und den Niederlanden. Durch das Generalkapitel 2012 wurde er zu einem der Assistenten des Generaloberen gewählt und übte seitdem das Amt des Generalökonomen aus. Gleichzeitig war er auch in der französischsprachigen Schweiz seelsorglich tätig. Als Nachfolger von Pater John Berg ist Pater Komorowski der vierte Generalobere der Priesterbruderschaft St. Petrus“ (aus einer Pressemitteilung der Priesterbruderschaft St. Petrus).

In dieser Zeit beginnt nun für die meisten von Ihnen sicherlich die Urlaubszeit. So wünsche ich all jenen unter Ihnen, die in Ferien gehen, eine Zeit der Erholung. Sammeln Sie neue Kraft für den schon bald wiederkehrenden Alltag mit den häufig kräftezehrenden Aufgaben. Möge ihr Schutzengel stets genau Obacht auf sie geben und der beständigen Schutz der Gottesmutter begleite Sie. Dazu segnet Sie, wo immer Sie sich aufhalten, Ihr

Pater Fuisting


Datei – Rundbrief August/September 2018


Vorwort zum Juli-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

der 6. Sonntag nach Pfingsten fällt dieses Jahr aus, denn am 1. Juli wird er vom Fest des „Kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus“ verdrängt. So wollen wir einen kurzen Blick auf den Satz des Herrn im Evangelium dieses Sonntags werfen, der uns allen so sehr wohl tut: „Mich erbarmt des Volkes“ (Mk. 8,2).

Niemand wie Jesus kann in die Tiefen menschlichen Elends schauen. Als er dies sagte, war er umgeben von Menschen, die gezeichnet waren von der Not des Lebens, von Armut und Schuld; sie schauten auf zu ihm, weil sie sahen, daß für sie sich kein Finger rührte. Ihn bewegte die Trauer und die Verzweiflung, die ihn aus den Augen dieser Menschen anblickte. Und so spricht er das Wort, welches aus seinem mitfühlenden Herzen wie ein tiefer Liebesatemzug hervor quillt: „Mich erbarmt des Volkes“.

Diesen Satz ruft der Herr in das Volk der Getauften hinein sooft das heilige Opfer gefeiert wird. Heute ist es in eine säkularisierte Welt hineingestellt, in eine Wüste des Glaubensabfalls, durch die die Stürme der Sünde rasen. Und wieviele stehen da allein in ihrer inneren Angst und Not, gepeinigt von einem Hunger, den keine Welt stillen kann. „Mich erbarmt des Volkes“ – das gilt immer und überall. Wir sollten als Getaufte nie vergessen. Der Herr ist seines Volkes Stärke und seines Volkes rettender Beschützer (Introitus). Er selber ruft uns zum täglichen Brotwunder an unsere Altäre, auf denen sich die Opferdarbringung vollzieht und bei der wir jedesmal zum Opfermahl geladen sind, damit wir, wie einst Elias in Kraft der gottgeschenkten Speise zum Berg Horeb, den Weg durch die Wüste dieses Lebens gehen können, ohne zu erliegen.

Der Mensch unserer Zeit ist aus dem Zentrum herausgefallen und hat sich in der Wüste der Zeit verloren, er fühlt seine Leere und innere Armut, trotz des Glanzes, der ihn häufig umgibt. Er muß sich wieder umwandeln lassen zu einem gottwärts gerichteten, in Gott gründenden Leben; er muß essen von der Speise, von der allein die Seele satt wird und nicht mehr hungert. Er muß wieder in seiner Not mit der Kirche beten lernen: „Auf dich, o Herr, vertraue ich, ich werde nicht entäuscht in alle Ewigkeit; du bist gerecht, darum befreie und rette mich! Er ist ja der, der sich jederzeit des Volkes erbarmt“ (Graduale).

Mit Segengruß, Ihr

Pater A. Fuisting


Datei – Rundbrief Juli 2018


Vorwort zum Juni-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

die Sonntage nach dem Pfingstfest, beginnen mit dem Dreifaltigkeitsfest. Am ersten Sonntag im Juni, (03.06), wird dann der Zweite Sonntag nach Pfingsten gehalten. In den Sonntagen nach Pfingsten gilt es, die Erinnerung an Christi Auferstehung und die Ausgießung des Heiligen Geistes in uns wachzuhalten. Jeder Sonntag soll darum ein kleiner Ostertag sein, ein Gedenktag an unsere Taufe und Firmung, eine Mahnung, die Taufgnaden zu festigen, besonders durch die Feier des heiligen Meßopfers und durch die Sakramente, denn nur in der Kraft des Heiligen Geistes werden wir die Anfechtungen und  Erdennöte überwinden.

Vom 17. So. n. Pfingsten an richtet die Liturgie den Blick auf den kommenden Herrn. Die Kirche spricht vom Ende der Zeit, von der Trübsal jener Tage, vom Endkampf, den wir zu bestehen haben und auf den wir uns im Glauben rüsten müssen. Bis dahin sollen wir das Vermächtnis des Herrn erfüllen und in der Meßfeier den Tod des Herrn verkünden, bis er wiederkommt. In der Gegenwart des Heilswerkes Christi, eben bei der Hl. Messe, schauen wir aus und stärken uns auf das Kommen des Herrn. So ist denn das Jahr Christi, das liturgische Kirchenjahr, wie Pius XII. in „Mediator Dei“ schreibt „von der Frömmigkeit der Kirche genährt und begleitet, nicht eine kalte, leblose Darstellung längst vergangener Dinge oder eine bloße Erinnerung an Ereignisse aus einer früheren Zeit. Es ist vielmehr Christus selbst, der in seiner Kirche weiterlebt“ (Nr163).

Es grüßt Sie herzlich, Ihr

Pater Fuisting


Datei – Rundbrief Juni 2018


Vorwort zum Mai-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

am Freitag nach dem Weißen Sonntag 2018 durften wir im Dom zu Altenberg auf 10 Jahre Feier der Heiligen Messe in der „außerordentlichen Form des Römischen Ritus“ zurückblicken. Einmal wöchentlich, freitags, auf Initiative von Gläubigen und der Zustimmung des amtierenden Pfarrers, haben wir von Köln aus dieses Apostolat übernommen.

Der Dom zu Altenberg, dieses bedeutende Bauwerk, ist im Stil der Gotik erbaut. Ursprünglich war er „die Kirche der mächtigen Zisterzienser – Abtei Altenberg, jener bedeutungsvollen Pflanzstätte christlicher und rheinischer Kultur, die auch ihren großen Beitrag leistete zur Christianisierung des Ostens. Wir verdanken die Stiftung der Abtei den Grafen von Berg“, so Eugen Heinen in dem Büchlein „Dom und Kloster Altenberg“, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf (auch im folgenden weitere Zitate daraus).

Die Domkirche wurde, nachdem der durch verschiedene Ursachen mehrfach beschädigte Vorgängerbau im Stil der Romanik abgetragen worden war, „am 23. Juni 1379 im Auftrag des Bischofs Friederich und im Beisein des Grafen Wilhelm II. von Berg und vieler edler Herren, zur Ehre Gottes, der hl. Jungfrau Maria, der Bekenner Benedikt und Bernhard und des Gefolges der hl. Ursula [eingeweiht.] Mit dem Dom wuchs auch die Bedeutung der Abtei, die immer mehr zum geistigen Mittelpunkt des Landes wurde.“

Im Monat Mai stehend werfen wir noch einen Blick auf die „Altenberger Madonna“. „Die Himmelsfahrende hängt von goldenen Strahlen umgeben in dem großen Bogen der Choröffnung des Altenberger Domes. Als sie der Abt Boelgen (1524 – 1536) im Jahr 1530 von einem Holzbildhauer, der wahrscheinlich ein Flame war, schneiden ließ, ordnete er an, daß im Gedenken an die sieben Schmerzen der Gottesmutter an jedem Abend zum Salve Regina sieben Kerzen an ihrem Bilde brennen sollten, so daß die Lichtopfer, die auch heute noch von der Jugend hier entzündet werden (Altenberger Licht), eine würdige Fortsetzung dieses frommen Brauches sind. . . . . Als Himmelfahrende ist sie die Patronin des Altenberger Doms. Der Meister, der sie schnitzte, fand es unschön, daß die Prozession, welche durch den Chorumgang zog, die Rückseite der Madonna erblicken würde und fertigte deshalb zwei Figuren an, die er mit dem Rücken gegeneinanderstellte. Der Rosenkranz, der das Bild umrahmt, ist aus neuerer Zeit.“

So danken wir auch der Gottesmutter, daß wir jede Woche ihrem göttlichen Sohn mit Lobpreis, Opfer und Dank in dieser herrlichen Kirche huldigen dürfen.

Herzlich sind Sie eingeladen: Jeden Freitag 17.00 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten, Rosenkrangebet, sakramentaler Segen und zur heiligen Messe um 18.00 Uhr.

Mit Segensgruß, Ihr

Pater A. Fuisting


Datei – Rundbrief Mai 2018


Vorwort zum März-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

bereits mitten in der Fastenzeit stehend begrüße ich Sie zur Märzausgabe unseres „Kölner Rundbriefes“ mit einem wunderbaren Gebet, daß dem „Sacramentarium Leonianum“ aus dem 7. Jahrhundert entnommen ist. Bitten wir, daß die hierin erwähnte „Weisheit“ Gottes unsere Wege andauernd begleiten möge durch diese Zeit.

Mit Segensgruß, Ihr

Pater A. Fuisting


Allmächtiger Vater, ewiger Gott. Damit die Menschennatur ihrer ursprünglichen Bestimmung zurückgegeben werde, weisest du in dem einen Menschen jedem Teile das Gebührende zu. Der Leib wird genährt mit Speise, die Seele reich erquickt mit Fasten. Ohne gehörige Nahrung versagen die Glieder ihren Dienst, ohne Enthaltung kann die Herrschaft des Geistes nicht bestehen. Bei dieser Verschiedenheit unseres Seins leitest du uns in deiner Weisheit. Und da das Ganze nicht ohne Pflege beider Wesenteile bestehen kann, befiehlst du uns, das, was beide Teile bei Kräften hält, mit klugem Maße zu genießen: Dem Leibe soll die erhaltende Nahrung nicht fehlen, und auch die Zucht soll dabei sein, durch die der Geist erstarkt.


Datei – Rundbrief März 2018


Vorwort zum Dezember-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

„Wir sagen euch an, den lieben Advent“. So lautet ein bekanntes Lied zu dieser Zeit. Das Wort „lieb“ scheint  nicht so recht zu passen. Erst wenn wir es von der Ankunft des Heilands in dieser Welt her deuten, verstehen wir den Sinn. Die Adventszeit weist ja auf ein Ziel hin, das liebliche Jesuskind in der Krippe zu Bethlehem. Nutzen wir also die drei Wochen der Vorbereitung auf Weihnachten, uns ein reines Herz zu bereiten, damit der Herr in ihm Aufnahme finde.

Ende Oktober ging für Herrn Felix Heider das Spiritualitätsjahr in unserer Ausbildungsstätte Wigratzbad zu Ende. Er ist besonders unserer Düsseldorfer Gemeinde bekannt, hat er doch hier mehrere Jahre als Organist gewirkt. Sein Entschluß ins Priesterseminar einzutreten, hat uns alle mit großer Freude erfüllt. Beten wir eifrig für seine Berufung auch weiterhin.

Ihnen eine segensreiche Adventszeit. Dazu segnet Sie, Ihr

Pater A. Fuisting


Datei – Rundbrief Dezember 2017


Vorwort des November-Rundbriefs

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

im November gedenken wir besonders der Armen Seelen im Fegfeuer und legen für sie Fürsprache ein bei Gott. Dies können wir auf verschiedene Weise tun: Bei den Priestern hl. Messen bestellen in dieser Gebetsmeinung, sowie durch Gebet und Opfergeist im Alltag. Darüber hinaus ist es wichtig, über die „letzten Dinge“ Kenntnis zu haben und diese für sich zu verinnerlichen und an andere weiter zu geben. Denn ein jeder von uns kann noch heute abberufen werden. Prälat Hans Pfeil hat eine Kurzschrift verfaßt mit dem Titel: „Unser Glaube ans Jenseits – was erwartet uns nach dem Tod?“ (Johannes-Verlag Leutersdorf, Dritte Auflage 1985). Hier sind wesentliche Lehrinhalte der Kirche im Hinblick auf die Ewigkeit in leicht verständlicher Weise dargestellt und begründet. Den Text machen wir Ihnen zugänglich ab dieser Ausgabe des „Kölner Rundbriefs“ und den folgenden Ausgaben.

Bitte denken Sie auch an die Möglichkeit eines Ablasses, der für die Armen Seelen gewonnen werden kann, bei Besuch eines Friedhofes vom 2. – 9. November unter den üblichen Bedingungen.

Mit Segensgruß, Ihr

Pater Andreas Fuisting


Datei – Rundbrief November 2017


Vorwort des Oktober-Rundbriefs

Liebe Gläubige Freunde und Wohltäter,

am 7. Oktober begeht die Kirche das Rosenkranzfest. Es stellt an einen jeden von uns die Frage: hast du noch einen Rosenkranz und drängt es dich, ihn zu beten? Hat er noch in deinem Gebetsleben einen festen Platz? Mit ihm hat die Kirche große Siege errungen, schwere und gefahrvolle Zeiten überstanden. Als Maria in La Salette und in Lourdes erschien, trug sie den Rosenkranz. Zu den Kindern in Fatima sagte die Gottesmutter: „Sagt es der Welt, betet den Rosenkranz.“

Zu allen Zeiten gab es Menschen, die den Rosenkranz nicht gerne beteten. Das ständige Wiederholen der immer gleichen Worte, schreckt sie ab. Doch diese Mißachtung hat er nicht verdient. Denn der Rosenkranz ist ein Kompendium unseres Glaubens. Alle wichtigen Glaubenslehren werden von ihm umschlossen. So wird er zu einer unausschöpfbaren Quelle des Trostes, sonst wäre er nicht das Lieblingsgebet so vieler Heiliger, Frommen und auch nicht so frommen Seelen geworden. Er ist ein Gebet des Glaubens.

So lade ich sie ein, eifrig das Rosenkranzgebet zu pflegen. Es wird Ihnen auf dem Weg zur ewigen Glückseligkeit bei Gott eine besondere Hilfe sein.

Ihr Pater A. Fuisting


Datei – Rundbrief Oktober 2017


Vorwort des Juli-Rundbriefs

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

von Herzen wünschen meine Mitbrüder und ich Ihnen eine gute Zeit der Erholung und Besinnung, sofern Sie in den nächsten Wochen in Ferien gehen. Auch ist es mal wieder an der Zeit Ihnen Dank zu sagen, für die Unterstützung, die sie uns angedeihen lassen, sei es im Gebet, ehrenamtlicher Tätigkeit, oder finanziell. Bitte tun Sie dies auch weiterhin – denn darauf sind wir angewiesen.

So grüßt sie herzlich, Ihr

Pater A. Fuisting


Datei – Rundbrief Juli 2017


Änderungen in der Meßordnung für Juni – bitte beachten!

In der Meßordnung, wie sie im Rundbrief abgedruckt ist, haben sich einige Änderungen ergeben:


  • Sonntag, 11. Juni 2017 – Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit (1.Kl.):
    • Düsseldorf: hl. Messe um 8.00 Uhr !!!

  • Freitag, 23. Juni 2017:
    • Düsseldorf:  Fest des heiligsten Herzens Jesu (1.Kl.), anschl. Andacht
    • Köln: Fest des heiligsten Herzens Jesu (1.Kl.)
    • Altenberg:  Fest des heiligsten Herzens Jesu (1.Kl.)

 

Vorwort des Juni-Rundbriefs

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

der Monat Juni beschert uns dieses Jahr, wie häufig im Kalender, eine ganze Reihe von wunderbaren Festen: das Hohe Pfingstfest, das Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, Fronleichnam,  Herz-Jesu-Fest, Geburt Johannes des Täufers und der hll. Apostelfürsten Petrus und Paulus.

An Pfingsten haben wir dieses Jahr die Erstkommunionen in Köln und Düsseldorf. Wir freuen uns drei Kinder zum Sakrament des Altares zulassen zu dürfen, die sich intensiv vorbereitet haben und dem Ereignis mit großer Freude entgegen sehen. Denken wir dabei immer an den bedeutenden Satz unseres Herrn Jesus Christus aus dem Johannesevangelium (Kapitel 6, ab Vers 51): „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, der wird leben in Ewigkeit.“; und: „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht essen und sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben.“

Bei einer solchen Gelegenheit denken wir auch immer an unsere eigene Erstkommunion zurück. Wie häufig habe ich schon in strahlende Augen von Gläubigen geblickt, die von ihre Jahrzehnte zurückliegenden Erst-kommunion sprachen. Bitte beten Sie für die Kinder.

Ihnen allen eine gesegnete Zeit, wünscht

Pater Andreas Fuisting


Datei – Rundbrief Juni 2017


Vorwort des Mai-Rundbriefs

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

am Ostersonntag beging Seine Heiligkeit Benedikt XVI. den neunzigsten Geburtstag. Wir gratulieren nachträglich im „Kölner Rundbrief“ von Herzen. Den Schmerz über seinen Rücktritt vom Petrusamt haben sicher viele von Ihnen noch nicht (ganz) überwunden – ich zähle mich dazu. Dennoch bleibt der Respekt für diese, persönliche Entscheidung des Papstes bestehen.

Es ist kein Geheimnis, daß Papst Benedikt den Heiligen Coelestin V. verehrt. Dieser war Papst von Juli bis Dezember 1294, ehe er von seinem Amt zurücktrat, als bis zum Rücktritt Benedikts, der einzige Nachfolger Petri in der Kirchengeschichte. Am 29. April 2009 legte Benedikt XVI. sein Pallium auf Coelestins Grabschrein in L’Aquila (Italien) nieder.

Am 4. Juli 2010 sagte der Heilige Vater Benedikt in Sulmona (Städtchen in den Abruzzen) folgende aufschlußreichen Worte:

Es geht … darum, in der Gegenwart Gottes zu verweilen, sich – in Herz und Verstand – die Worte des „Vaterunser“ zueigen zu machen, das alle Probleme unseres Lebens umspannt; es geht um die Anbetung der Eucharistie, darum, allein in unserem Zimmer das Evangekium zu meditieren oder andächtig an der Liturgie teilzunehmen. All das lenkt nicht vom Leben ab, sondern hilft uns vielmehr, in jedem Umfeld wir selbst zu sein, der Stimme Gottes treu, die zu unserem Gewissen spricht, frei von den Ablenkungen des Augenblicks! So war es für den hl. Coelestin V.: Er wußte, wie man seinem Gewissen folgen und Gott gehorsam sein kann; wie man also ohne Angst und mit großem Mut handeln kann. So hatte er auch in den schwierigen Momenten seines kurzen Pontifikats keine Furcht, seine Würde zu verlieren, sondern wußte, daß diese darin besteht, in der Wahrheit zu bleiben …

Aber war die Entscheidung des hl. Petro Coelestin für das Einsiedlerleben denn kein Einzelgängertum, keine Flucht vor der Verantwortung? Gewiß, diese Versuchung besteht. Aber in den von der Kirche approbierten Erfahrungen steht das einsame Leben des Gebets und der Buße stets im Dienst der Gemeinschaft, es ist offen für die anderen, es steht niemals im Gegensatz zu den Bedürfnissen der Gemeinschaft.

Und dann:

Doch es ist wichtig, auch ein zweites Element zu unterstreichen: Die Entdeckung des Herrn, die [Coelestin V.] macht, ist nicht Ergebnis eigener Anstrengung, sondern sie wird durch die Gnade Gottes ermöglicht, der ihm zukommt. Was er hatte, was er war, kam nicht aus ihm selbst: Es war ihm geschenkt worden, es war Gnade, und es war deshalb auch Verantwortung vor Gott und vor den anderen. Obwohl unser Leben ganz anders ist, gilt auch für uns dasselbe: Alles Wesentliche unseres Daseins ist uns ohne unser Zutun geschenkt worden. …

Schließlich ein letztes Element: Obwohl der hl. Petrus Coelestin ein Eremitendasein führte, war er nicht „in sich selbst verschlossen“, sondern ganz eingenommen von der Leidenschaft, die gute Nachricht des Evangeliums den Brüdern zu überbringen. Und das Geheimnis seiner seelsorglichen Fruchtbarkeit bestand gerade im „Bleiben“ beim Herrn, im Gebet …

Eine gnadenreiche Zeit im Monat Mai wünscht Ihnen, Ihr

Pater Andreas Fuisting


Datei – Rundbrief Mai 2017


Vorwort des April-Rundbriefs

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

wenn Sie diese Ausgabe des „KR“ vor sich haben, beginnt bald die wichtigste Zeit im Kirchenjahr: Zunächst die Heilige Woche, auch Karwoche genannt. Sie ist eine Zeit der Trauer und der Klage, eine Betrachtung des bitteren Leidens und Sterbens unseres Herrn. Sie ist aber auch jene Woche, in welcher der Triumpf des Siegers beginnt, wo die Christen sich zu ihm bekennen als ihrem Herrn und König. Wir alle gehen also hinein in die Nacht des Leidens, nicht um darin unterzugehen, sondern um mit ihm zu siegen und an seinem Triumpf Anteil zu erhalten. Wir begehen das glückselige Leiden unseres Herrn und blicken durch alles Dunkel der Woche hindurch zum aufleuchtenden Osterlicht. Die Feier der Heiligen Woche soll uns zum großen Erlebnis des Kirchenjahres werden, aus dem sich heraus unsere Seele das Jahr hindurch nähren kann und unser Leben als Christen gestalten soll.

Alles Leid findet seine Überwindung im Tag der Auferstehung unseres Herrn. Darin liegt der Grund aller Osterfreude und aller Osterhoffnung, denn im Auferstandenen gründet die Hoffnung unserer eigenen Auferstehung, unser Glaube, daß alle, die in den Gräbern sind, auferstehen werden. Alle, die auf Christus getauft und mit ihm begraben werden, werden mit ihm zu neuem Leben auferstehen. Daher nennen wir Ostern das Fest aller Feste. In der Freude des Herzens feiern wir acht Tage lang dieses Geheimnis, fünfzig Tage klingt das Alleluja in den Gebeten der Liturgie fort bis Pfingsten.

Der Sieg der Auferstehung, der Jubel über das neugewonnene, neue Leben, diese Mächtigkeit der Wirkung der Auferstehung für die ganze Welt wird in der Ostkirche mit folgenden schönen Worten besungen:

„Christus ist auferstanden, kein Toter ist mehr im Grab. Nun ist alles erfüllt vom Licht; Himmel und Erde und Unterwelt: So feiere dann die ganze Schöpfung Christi Auferstehung, worin sie gegründet ist.“

In diesem Sinne grüßt Sie herzlich, Ihr

Pater Andreas Fuisting


Datei – Rundbrief April 2017


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Vorwort des März-Rundbriefs

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

nun ist es wieder soweit. Auch das Jahr im Herrn 2017 hat seine Fastenzeit erreicht. In ihr bereiten wir uns vor auf das Osterfest; (im engeren Sinne bereitet sich jeder auf sein eigenes Ostern vor, d.h. auf seine Auferstehung vom Unvollkommenen zum Vollkommenen hin).

Die Fastenzeit gab es bereits sehr früh in der Urkirche. Damals hat der Christ – noch wesentlich gottesfürchtiger als wir heute lebend – durch öffentliche Buße Versöhnung mit Gott gesucht und die Katechumenen haben sich durch Gebet, Fasten und Teilnahme am Hl. Meßopfer auf den Empfang der Taufe vorbereitet. So bereiteten sich alle darauf vor zu einem neuen Leben aufzuerstehen. Als Mittel galten ihnen: Kampf gegen die Sünde, Eifer für die Tugend und opferbereite Liebe. Darin wollen wir unseren Vorfahren in Christus nacheifern!

Zuvor feiern viele Menschen Karneval. Zu dem berühmten „Römischen Karneval“ hat Pater Stegmaier einiges zusammengetragen. Sein Beitrag zeigt auf, wie sehr das Leben der Menschen und das kirchliche Leben untrennbar miteinander verbunden waren, eben auch an Karneval.

Auf der Titelseite unseres Rundbriefes sehen Sie den heiligen Engelbert von Köln, Bischof und Martyrer, 1185 – 1225.  Wie bereits erwähnt, hat der Erzbischof die Erlaubnis zur kanonischen Errichtung unseres Hauses erteilt. Damit erhält unser Apostolat eine Würdigung seitens der Diözese und belegt die Wertschätzung des Erzbischofs. Darüber hinaus hat die Priesterbruderschaft St. Petrus nun die Gewähr, unbefristet und dauerhaft in Köln tätig zu sein. Dafür sei Dank gesagt. Finanzielle Mittel der Diözese sind damit nicht verbunden, so daß wir weiter auf Ihre Wohltätigkeit angewiesen sind.

Möge auf die Fürsprache des heiligen Engelbert, dem Patron der nun offiziellen Niederlassung in Köln, das Apostolat segnen und uns alle immer tiefer hineinwachsen lassen, in die Erkenntnis der Liebe Gottes.

Ihr Pater Andreas Fuisting


Datei – Rundbrief März 2017


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Vorwort des Februar-Rundbriefs

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

Der Monat Februar nimmt seinen Auftakt mit dem herrlichen Fest „Maria Lichtmeß“ oder Fest der Darstellung des Herrn. Zu früheren Zeiten war es eines der beliebtesten Volksfeiertage. Es bildet den Abschied von Weihnachten und richtet den Blick schon hin auf Ostern. An diesem Tag brachte Maria das nach dem mosaischen Gesetz vorgeschriebene Reinigungsopfer dar, weshalb man diesen Tag auch als Marienfeiertag ansehen kann. Der tiefere Sinn dieses Festes ist aber ein anderer. Heute wird Christus, der Lichtkönig, im Tempel zu Jerusalem auf den Armen der Gottesmutter dem Vater dargestellt. Maria zeigt in dieser Hingabe, daß sie Anteil nimmt am Werk der Erlösung.

Wenn Sie an dem Fest Kerzen segnen lassen wollen, bringen Sie diese mit zur Hl. Messe in Köln und Düsseldorf.

Zum Weihnachtsfest wurde unserer Niederlassung in Köln ein wirklich schönes Geschenk bereitet. Der Erzbischof hat die Erlaubnis erteilt, unser Haus kanonisch zu errichten. Der Generalobere hat diese Errichtung inzwischen vorgenommen. Was dieser Schritt bedeutet, erfahren Sie in der Märzausgabe des Rundbriefes.

Ihnen allen eine gute Zeit, Ihr

Pater A. Fuisting


Datei – Rundbrief Februar 2017