Sonn- und Feiertagsmessen ab 1. Mai

Nachdem es mittlerweile vorsichtige Lockerungen für das öffentliche Leben gibt, können wir – natürlich unter strikter Beachtung des Infektionsschutzes – wieder hl. Messe in der Kirche Maria Hilf feiern.

Bis auf weiteres können erst einmal nur die hl. Messen an Sonn- und Feiertagen wieder aufgenommen werden.

Termine: 01.05. / 03.05. / 10.05. / 17.05. / 21.05. / 24.05. und 31.05. – jeweils um 10:00 Uhr.

Beichtgelegenheit: sonntags jeweils 9:30 – 9:50 Uhr

Folgende Einschränkungen sind dabei zu beachten:

  • Die hl. Messe wird ausschließlich als Stille Messe gefeiert.
  • Es ist keine Kommunionausteilung vorgesehen.
  • ir gehen davon aus, dass die Mundschutzpflicht vorerst auch in der Kirche gilt.
  • In der Kirche ist Platz für ca. 68 Personen, bitte markierte Plätze beachten!

Es gelten weiterhin auch die bisherigen Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckungsgefahr.

Auch weiterhin vorerst keine Liturgie

Das Erzbistum Köln informiert (Link):

Die bisherigen Regelungen zu öffentlichen Gottesdiensten, Taufen und Trauungen bleiben vorerst über den 19. April 2020 hinaus bestehen. Über den weiteren Umgang werden wir in Kürze informieren.

Die Vorgabe betrifft alle unsere Messorte!

Online können Sie die Hl. Messe und auch anderes über Internet verfolgen. Einige Möglichkeiten dazu finden Sie unter anderem hier!

Maria Magdalena am Ostermorgen

von Pater Marc Brüllingen


Ohne Jesus: Früh morgens eilt Maria Magdalena zum Grab. An sich ist Ihr Tun menschlich gesehen sinnlos. Das Grab ist durch einen schweren Stein verschlossen. Was will sie als Frau vor diesem leeren Grabe tun? Aber die Liebe fragt nicht nach Sinn und Verstand. Sie ist eine Kraft, die vorwärts drängt und vorwärts treibt, ohne sich um Hindernisse und Hemmnisse zu kümmern. In Wirklichkeit ist der Stein weggewälzt, aber das Grab ist leer. Was soll sie im Leben ohne Jesus? Er ist das Geheimnis und der Inhalt ihrer ganzen Existenz geworden. So steht sie bloß weinend da.

Wer einmal erfaßt hat, was Christus ist, kann nicht mehr ohne ihn leben. Es würde alles grau, leer und sinnlos. Sie stellt für alle Menschen nun die Frage nach Jesus. Kann sie im Leben nicht mehr ihre Liebe bezeugen, dann kann sie wenigstens für eine würdige Bestattung sorgen, d.h. ihn zurücktragen, seinen Leib salben und einbalsamieren.

Millionen leben ohne Christus. Sie haben es nie erfaßt und erfahren, wie das Leben mit Christus ist. So spüren sie die Leere nicht. Sie haben Ersatzprodukte, an die sie sich halten können und die über das Vacuum hinwegtäuschen. Wer aber einmal erfaßt und erfahren hat, was der Gottmensch ist, kann durch nichts anderes mehr befriedigt und ausgefüllt werden. darum ist der Ungläubige, der einmal gläubig war, die traurigste Existenz. Er ist wie ein erloschener Krater, wie eine verblühte Blume, eine ausgeblasene Kerze.

Mit Christus: Jesus zeigt sich Magdalena. er erscheint mit verklärtem Leib. Aber ihr Schmerz ist so groß, daß sie ihn nicht erkennt. Erst wie er sie beim Namen nennt, fällt der Schleier. Denn so wie er spricht nur einer. So beim Namen rufen kann nur er. Der Anruf Gottes hat etwas Unwiderstehliches, lockend und fordernd zugleich. Seine Stimme ist nicht zu überhören. Sie ist bisweilen erschreckend, meist beglückend.

Diesmal ist es eindeutig Klang der Liebe. Darum ist auch die Antwort Magdalenas liebende Hingabe. Sie wirft sich dem Herrn zu Füßen und umklammert ihn, um ihn nicht mehr loszulassen, bis er sie mahnt mit dem Hinweis darauf, daß er ja noch nicht auffährt zum Vater im Himmel, daß sie ihn also noch besitzen kann, auch in seiner Sichtbarkeit. Auch hier ist der Anruf zugleich mit einer Sendung verbunden. Das Hin zu Christus ist zugleich ein Hin zu den Brüdern Christi. Es gibt keinen religiösen Egoismus. Was der Mensch empfängt, soll er weitertragen. Er soll Glocke sein, die läutet, Welle, die rauscht, Sturm, der mitreißt. Wegweiser und Führer zu Christus. Sendung ist wesentlich.

Eine Frau ist die erste, die zum Grabe kommt, die erste, die das Grab leer findet, die erste, der Jesus erscheint. Aber sie soll nicht selber hingehen und predigen, sondern sie soll die Jünger aufmerksam machen, deren Aufgabe nun die Verkündigung ist. Frauendienst ist diskret, zurückhaltend, aber deshalb nicht weniger wichtig als der im Vordergrund stehende, sichtbare und hörbare Dienst der Männer. Nur wo beides richtig zusammenklingt, ist die rechte Ordnung, wie Christus sie will. Es wäre falsch, den Frauen jede Sendung in der Kirche und an die Kirche absprechen zu wollen. Heilige verschiedenster Jahrhunderte haben das Gegenteil bewiesen. Es wäre aber ebenso falsch, den Frauen in der Kirche, besonders in der kirchlichen Lehre, die Führung zu überlassen. Sie gebührt nach Christi Willen den Männern. So ist eine Frau die erste, die den Auferstandenen schaut und damit das Glück des neuen Äons verkostet. Aber sie tritt nicht öffentlich auf, sondern bringt die Botschaft den Jüngern, überläßt es ihnen, den rechten Weg zur Verkündigung zu finden. Von solchen Szenen des Evangeliums hat die Kirche ihre Haltung gelernt und ist ihr treu geblieben durch die Jahrhunderte.

(nach: Richard Guzwiller, Meditationen über Johannes, Benziger Verlag Einsiedeln Zürich Köln, 1958)

Erinnerung – Gelegenheit zur Osterkommunion

Wie bereits vor einigen Tagen angekündigt, haben Sie die Möglichkeit, in der Kirche Maria Hilf die Osterkommunion zu empfangen. Dies wird außerhalb einer hl. Messe stattfinden müssen.

Am Ostersonntag (12. April) können Sie in der Zeit von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr die hl. Kommunion empfangen.

Es wird dann gegen 11:30 Uhr ebenfalls eine Segnung der Osterspeisen geben. Diese müssten am Ostersonntag von 11:00 Uhr bis kurz vor 11:30 Uhr mitgebracht werden.

Ostervorbereitung und Karwoche unter erschwerten Bedingungen

Samstag vor Palmsonntag – Gelegenheit zu Beichte und stiller Anbetung

Kardienstag – Gelegenheit zu Beichte und stiller Anbetung

Karfreitag – Gelegenheit zu Beichte und stillem Gebet vor dem Kreuz

Die sieben Worte Jesu am Kreuz – „Vater, in deine Hände …“

»Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist«

(Lukasevangelium 23,46)

Ja, Meister, ich verstehe dich: Gott ist mir ein dunkler Abgrund, aber nach deinem Beispiel will ich mich kühn hinabstürzen.

Gott ist die unendliche Heiligkeit, aber nach deinem Wort will ich mich ihr anvertrauen auf Gedeih und Verderben. Ich glaube dir, dass Gott die Liebe ist – darum will ich auch in die Hände dieser Liebe meine arme Seele niederlegen.

Hilf mir, Meister, wenigstens dein letztes Wort zu erfüllen – es wird genug sein.


Texte: Alfred Riedel
Aus: Peter Lippert SJ : „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ (Herder 1938)

Die sieben Worte Jesu am Kreuz – „Es ist vollbracht“

»Es ist vollbracht«

(Johannesevangelium 19,30)

Ein Wort tiefster Befriedigung am endlich erreichten Ziel!

Meister, sprichst du dieses Wort auch über meine Werke und Arbeiten, wenn sie getan sind?


Texte: Alfred Riedel
Aus: Peter Lippert SJ : „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ (Herder 1938)

Außerordentliche Gelegenheit zum Empfang der Osterkommunion

Wir haben – unter den derzeit erschwerten Bedingungen – eine Möglichkeit gefunden, Ihnen in der Kirche Maria Hilf außer den Beichtgelegenheiten auch den Empfang der Osterkommunion zu ermöglichen. Dies wird außerhalb einer hl. Messe stattfinden müssen.

Am Ostersonntag (12. April) können Sie in der Zeit von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr die hl. Kommunion empfangen.

Es wird dann gegen 11:30 Uhr ebenfalls eine Segnung der Osterspeisen geben. Diese müssten am Ostersonntag von 11:00 Uhr bis kurz vor 11:30 Uhr mitgebracht werden.

Bitte beachten Sie auch, dass am Karfreitag noch die Möglichkeit der Beichte besteht. Es gelten auch am Ostersonntag die entsprechenden Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckungsgefahr.

Die sieben Worte Jesu am Kreuz – „Mich dürstet“

»Mich dürstet«

(Johannesevangelium 19,28)

Das ganze Leben hindurch hat dieses Herz Durst und Sehnsucht gelitten – nun erst klagt es mit einem einzigen kurzen Wort -;

denn auch die längste Rede könnte dieses Herzens Verlangen und Dürsten nicht beschreiben.


Texte: Alfred Riedel
Aus: Peter Lippert SJ : „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ (Herder 1938)

Die sieben Worte Jesu am Kreuz – „Mein Gott! mein Gott!“

»Mein Gott! Mein Gott! Wie hast du mich verlassen!«

(Markusevangelium 15,34; Matthäusevangelium 27,46)

Mein Gott! Mein Gott!

Du wirst mich doch nicht verlassen? Was bliebe meiner Seele, wenn ich dich nicht mehr hätte! Du mein Gott und mein Alles!


Texte: Alfred Riedel
Aus: Peter Lippert SJ : „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ (Herder 1938)

Christa Meves zur aktuellen Situation

Europa ist aufgeschreckt. Eine Pandemie – von China importiert – hat sich eingenistet, wirft dunkle Schatten und lähmt unsere Betriebsamkeit. „Corona“ heißt sie, benannt nach einer heiligen Frau, die in der Seuchenzeit des Mittelalters verehrt wurde, weil sie einst ihrem Glauben mehr Gewicht geschenkt hat als ihrem Leben. Ist bereits der Name des Virus ein Zeichen für seine gefährliche Art? Groß ist die Schar der Fragenden. Die einen meinen, die Maßnahmen seien ein böses Kalkül zur Schwächung unserer Wirtschaft, andere barmen um die rasche Erstellung eines wirksamen Impfstoffes, weitere vermuten, es handle sich um eine letzte Warnung unseres Gottes vor seinem Reinigungsgericht, vor seinem „Tag des Zorns“.

Sollten wir jedenfalls nicht auch einmal hineinfragen, in die Offenbarungen des Johannes, in denen von ihm unsere Zukunft in symbolischen Bildern als Endzeit dargestellt ist? Dort werden z. B. die Etappen des Reinigungsgerichts in vier Reitern auf vier farbigen Pferden beschrieben. Auf dem vierten dieser Pferde, einem falben, also auf einem bleichen Gaul sitzt ein uns alle bedrängender Reiter: der Tod. (Off 6/7). Schon diese Farbe drückt das also aus. Zu Zeiten des Mittelalters bereits galt sie als die Leichenfarbe, ja, sie wurde damals sogar als die Farbe der Seuchen bezeichnet.

Und dann wird weiter im Text des Johannes geschrieben, in welcher Weise der Tod hier gemeint ist: „Und das Totenreich war sein Gefolge.“ Was das heißt, wird unverzüglich erklärt: Es „wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Pest …“ Und mit diesen ausführenden Mächten sind die Gewalten der Natur in uns Menschen (als epidemische Krankheiten und als Aggressionen) wie auch als   Naturgewalten draußen (als Erdbeben, Tsunamis und  Vulkane) gemeint. Das bedeutet das große „Komm“ der vier “lebendigen Wesen“, die von Anfang an als Grundelemente von Gottes Schöpfungsordnung – als ausführendes Element des Reinigungsgerichts – beschrieben sind.

Lässt sich dieser geheimnisvolle Passus auf unsere Virus-Situation heute beziehen? Scheint nun bei uns  die Ahnung einer Gefährdung des Lebens als Angst bei einer großen Menge von Menschen anzukommen? Jedenfalls werden aus solchen Gründen unsere Lebensmittelgeschäfte z. Z. leer gekauft, ebenso die Apotheken und Drogerien.

Enthalten diese Fakten nicht auch Hinweise darauf, dass eine höhere Instanz mit im Spiele ist, Warnungen – wie auch ein Großteil der Klimaveränderungen – unseres allmächtigen, aber doch barmherzigen Gottes, wie sie für unsere Zukunft in den Berichten des Johannes in großer Zahl weiterhin beschrieben sind? Ist nicht auch dieses in globalem Ausmaß ratlos machende Virus eines der immer direkter und mächtiger werdenden Zeichen, damit die Menschheit  daraus tiefere Lehren ziehe? Gilt es nicht, über die jetzige Volksquarantäne hinaus einer anderen Lebensform den Vorrang zu geben, als sie in den letzten Jahrzehnten hier vorherrschend war? Werden wir z. Z. nicht geradezu mit der Nase hineingestoßen in ein Suchen nach mehr Dominanz des Miteinanders, in stärkere Einbindungen von Mensch zu Mensch, in mehr Verfestigung intakter, gesunder Familien und ganz besonders auch in eine Beachtung der Kinder in besser zusammenhaltenden Ehen, in mehr Rücksicht auf die Alten und Geschwächten, also in mehr verantwortungsbewussten Gemeinschaftsgeist?

Johannes mit seinen Visionen auf der Insel Patmos hat noch Direkteres in dieser Hinsicht parat, indem er uns einige Zeilen danach eine wahrhaftig für die heutige Zeit erschreckende Anklage übermittelt: „Und die übrigen der Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße von den Werken ihrer Hände, dass sie nicht anbeteten die Dämonen und die goldenen und die silbernen und die kupfernen und die steinernen und die hölzernen Götzenbilder, die weder sehen noch hören noch gehen können. Und sie taten nicht Buße von ihren Mordtaten noch von ihren Zaubereien noch von ihrer Hurerei noch von ihren Diebstählen“ (Off 9/20).

Drängt es sich nicht auf, die großen Symbole, die dem Johannes hier in seiner Vision übermittelt werden, auch als Erscheinungen unserer Zeit zu verstehen, mit all dem vielen Aberglauben, der hier um sich gegriffen hat, mit falschen religiösen Vorstellungen, die den Menschen zum Heil, zum Frieden und zum Verstehen des wahren Glaubens nicht kommen lassen? Muss unser Leben in später Stunde nicht wirklich Fastenzeit werden? Muss unsere Oberflächlichkeit, unsere Trägheit und die Neigung zur Überheblichkeit, zu Hochmut, Verrat und Lügengeist nicht endlich bußfertig in unser Bewusstsein gestellt werden?

Quelle: Meves aktuell, Monat April 2020

Die sieben Worte Jesu am Kreuz – „Wahrlich, ich sage dir …“

»Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese sein«

(Lukasevangelium 23, 43)

Das Wort eines Sterbenden – und bedeutet doch für den Schächer den Anfang eines ganz neuen, ja seines eigentlichen Lebens.

Vor diesem Wort versinkt alles, was bisher war: Was er bisher gelebt, geliebt, was er je gefehlt und gelitten hat, ist ausgelöscht vor diesem neuen Heute.


Texte: Alfred Riedel
Aus: Peter Lippert SJ : „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ (Herder 1938)

Die sieben Worte Jesu am Kreuz – „Vater vergib Ihnen …“

»Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.«

(Lukasevangelium 23, 34)

Die Liebe, die entschuldigt, ist auch die Wahrheit, die das Richtige trifft; wer nicht entschuldigt und verzeiht, der ist schon nicht mehr gerecht.

Aber es gehört Liebe von göttlichem Scharfblick dazu, um das Wort der Entschuldigung immer sprechen zu können.


Texte: Alfred Riedel
Aus: Peter Lippert SJ : „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ (Herder 1938)