In diesem Jahr führen wir eine Firmung im außerordentlichen lateinischen Ritus gemeinsam mit der Niederlassung in Recklinghausen durch. Fast 20 überwiegend junge Leute von der Kölner Niederlassung werden dort das hl. Sakrament der Firmung mit weiteren Kandidaten und Kandidatinnen empfangen. Über Wochen und Monate wurden sie auf dieses Sakrament in Katechesen und Glaubensgesprächen vorbereitet. Die Firmung findet um 10.30 Uhr in der Kirche St. Michael in Recklinghausen-Hochlarmark (Michaelstraße) statt. Firmspender ist Bischof Czeslaw Kozon, dessen Eltern aus Polen stammen. Er ist im Jahr 1951 geboren und hat bereits für die Priesterbruderschaft St. Petrus Priesterweihen gespendet. Er steht dem überlieferten Ritus sehr positiv gegenüber und hat ihn auch schon bei etlichen Gelegenheiten gefeiert. Die Priesterweihe empfing er 1979 in Kopenhagen. Nach mehreren Jahren als Pfarrer und Generalvikar, wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Kopenhagen ernannt und empfing von seinem Vorgänger, Bischof Martensen, am 7. Mai 1995 die Bischofsweihe. Von 2015 bis 2024 war er Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz. Ich selbst durfte ihn einmal in meiner Zeit als Distriktsoberer in Kopenhagen besuchen und war beeindruckt von seiner Gastfreundschaft. Es freut mich sehr, ihn bei Gelegenheit der Firmung wieder zu sehen. Es würde mich freuen, wenn Gläubige aus unserer Niederlassung, die mit Firmkandidaten verbunden sind, den Weg mit nach Recklinghausen machen. Wer eine Mitfahrgelegenheit anbieten kann, möge sich bitte bei mir melden.
Die Firmung ist ein Sakrament, das die Taufe vollendet und ein unauslöschliches Merkmal, wie die Taufe, verleiht. Der Firmling wird durch den Heiligen Geist gestärkt, die heiligmachende Gnade wird vermehrt (was den Gnadenstand voraussetzt) und die sieben Gaben des Heiligen Geistes können sich kraft dieses Sakramentes noch tiefer in der Seele des Gefirmten entfalten. Der Gefirmte ist dazu aufgerufen, seinen Glauben treu zu praktizieren und auch öffentlich zu bekennen. Um den Glauben bekennen zu können, muss man natürlich ihn auch gründlich kennen. Leider haben auch viele praktizierende Katholiken erhebliche Defizite, was das Glaubenswissen anbelangt. Das macht sie anfällig für Irrtümer aller Art, besonders in Zeiten der Glaubenskrise. Darum sollten Gläubige ihr Glaubenswissen immer wieder anhand guter Katechismen (z.B. Weltkatechismus, Youcat) auffrischen und vertiefen, um glaubwürdige Zeugen für die Wahrheit zu sein und Anderen eine gute Orientierung zu geben.
(Pater Gerstle)
