Vorwort zum April-Rundbrief
Liebe Gläubige,
die liturgische Feier des Todes und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus ist der Höhepunkt im Kirchenjahr. Wir feiern sozusagen „unsere Erlösung“. Denn wäre Christus nicht für uns gestorben, wäre der Himmel für uns verschlossen geblieben. Und wäre Christus nicht von den Toten auferstanden, dann hätten auch wir keine berechtigte Hoffnung auf ewiges Leben. So markiert die Auferstehung Jesu von den Toten, ebenso wie seine Menschwerdung den Wendepunkt in der Heilsgeschichte. Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort. Er ist vielmehr der Durchgang zum eigentlichen, zum ewigen Leben. Vor uns als gläubige Christen liegt eine herrliche Zukunft. Jesu Verheißung an seine Jünger und Apostel gilt jedem von uns: „Ich gehe voraus, Euch eine Wohnung zu bereiten, damit auch Ihr seid, wo ich bin“ (Joh. 14,2)! Die Sehnsucht nach dem Himmel muss einhergehen mit der Sehnsucht nach dem Herrn. Je tiefer unsere Liebe zu Gott, umso stärker wird unsere Sehnsucht nach ihm. Diese Sehnsucht lässt sich messen in der Nähe, die wir zu ihm suchen, vor allem im Gebet, in der Mitfeier der heiligen Messe, sowie im würdigen Empfang der heiligen Kommunion. Das stille Gebet vor dem Tabernakel und die eucharistische Anbetung ist eine besonders intensive Weise, dem Herrn nahe zu sein. Der selige Carlo Acutis sagte einmal: „Wer sich der Sonne aussetzt, wird braun. Wer sich dem Allerheiligsten aussetzt, wird heilig!“
Eine besondere Freude wird uns auch in diesem Jahr in der heiligen Osternacht geschenkt. Vier Erwachsene werden in unserer Kölner Kirche Maria Hilf die heilige Taufe empfangen, ebenso die Firmung und Erstkommunion. Unter ihnen ist auch ein junger Mann, der im vergangenen Jahr aus Istanbul zum Studium nach Bonn gekommen ist. Im Alter von 15 Jahren hat er aus eigenem Antrieb begonnen sich über das Internet mit dem Christentum zu beschäftigen und die hl. Schrift zu lesen. In Deutschland hat er zunächst eine byzantinische Hl. Messe besucht und dann die zweite heilige Messe seines Lebens in unserer Kirche Maria Hilf mitgefeiert. Seitdem besucht er regelmäßig, auch an Werktagen bei uns die hl. Messe. Ich bin erstaunt, wie gute Glaubenskenntnisse er sich bereits in der Türkei angeeignet hatte. Wie wunderbar ist doch das Gnadenwirken Gottes! Bitte schließen Sie ihn und unsere weiteren Taufbewerber in Ihre Gebete ein!
Ihnen eine frohe und gnadenreiche Osterzeit wünschend, grüßt Sie in Vorfreude auf das Fest der Auferstehung unseres Herrn, ebenso von meinen Mitbrüdern
Ihr Pater Bernhard Gerstle




Der Abschiedsschmerz wird etwas dadurch gemildert, dass er auch nächstes Jahr und hoffentlich darüber hinaus, die Familienfreizeit in Blankenheim leiten wird. Ebenso bleibt er den jungen Erwachsenen durch das jährliche Wanderlager auch künftig verbunden. Und sicherlich wird er sich auch über Besuche aus dem Rheinland in Wigratzbad freuen, wo er im Priesterseminar und in der Jugendarbeit eine neue Aufgabe und Verantwortung übernimmt.




Kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember, feiern wir das Fest des hl. Apostels Thomas. Man nennt ihn auch den „ungläubigen Thomas.“ Er hatte das Pech, dass er fehlte, als Jesus erstmals seinen Jüngern und Aposteln erschienen war. Als die Jünger ihm voll Freude sagten „Wir haben den Herrn gesehen!“, entgegnete er ihnen: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht“ (Joh 20,25)!




















Jesus steht in souveräner Größe und königlicher Hoheit vor dem Volk und Pontius Pilatus, dem römischen Landpfleger. Äußerlich scheint es so, als wäre Jesus ohne Macht, allein, ohne Hilfe, und doch spricht er furchtlos von der wahren Größe, dem wahren Reich und der wahren Macht, die ihm gegeben ist.