Anmerkung!

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

nach der Veröffentlichung des Schreibens mit dem Titel „Traditionis Custodes“ durch den z. Zt. regierenden Pontifex, muß die Gottesdienstordnung am Ende des „Kölner Rundbriefes“ zumindest in Teilen als „unter Vorbehalt“ gelesen werden. Zunächst aber wird, nach sehr hoher Wahrscheinlichkeit, alles weitergehen wie bisher. Bitte lassen Sie im Gebet für unsere Gemeinschaft nicht nach und vor allem: kommen Sie so zahlreich wie möglich in unsere Hl. Messen, sofern es momentan die „Corona-Auflagen“ ermög­lichen!

Mit diesem Brief verabschiede ich mich nun von Ihnen als Redakteur. Bitte beachten Sie noch, mir ab 15. August 2021 keine e-mails mehr zuzusenden. Ich bin allerdings telephonisch und per SMS unter der bekannten Nummer mobil erreichbar.

Wie immer segnet Sie, Ihr

Pater Andreas Fuisting

Das Kostbare Blut unseres Herrn Jesus Christus

von Pater Marc Brüllingen


  1. Soteriologisch.

– a) Wie der Alte Bund durch Opferblut eingeweiht wurde, so schloß Christus in seinem eigenen, am Kreuz vergossenen Blut den Neuen Bund (Mk 14,24; 1 Kor 11,25; Hebr 9,20). Durch dieses „Blut des Neuen Bundes“ stiftete er Frieden (Kol 1,20), erwarb er sich die Kirche (Apg 20,28), sind wir gerechtfertigt (Röm 5,9) und für Gott erkauft (Apk 5,9) haben wir Erlösung (Eph 1,7). Die Mitteilung der Erlösungsgnade an die Glieder der Kirche wird als Besprengung (1 Petr 1,2), Reinigung (Hebr 9,14; 1 Jo 1,7) oder Reinwaschen (Apk 7,14; 22,14) durch das Blut Christi beschrieben. Christus verlangt, daß man sein Blut „trinke“ (Jo 6,54-57). Darunter ist wie 1 Kor 11,26 f. dessen eucharistischer Empfang zu verstehen. 1 Petr 1,19 spricht schon vom „kostbaren Blut Christi“. Der Akzent liegt jedoch im Neuen Testament nicht auf dem Blut als materiellem Substrat, sondern auf der Sühne wirkenden Selbstaufopferung Jesu, die sich freilich auch vollziehen mußte in der Realität eines blutigen Todes und nicht bloß in „innerer Gesinnung“.

– b) Origenes bedient sich mitunter der unwürdigen Vorstellung, Christus habe sein Blut (oder Seele) zum Loskauf des Menschengeschlechtes dem Teufel übergeben. Unbegründet ist es, allgemein „der Patristik“ eine solche Erlösungsauffassung zuzuschreiben. – Bernhard von Clairvaux soll die Sentenz geprägt haben, daß ein einziger Tropfen des Blutes Christi zur Erlösung der ganzen Menschheit genügt hätte (vgl. Bernardin von Siena: ed. Q II 287).

  1. Das Blut Christi in der hypostatischen Union.

– a) Die Hochscholastik und vor allem das 15. Jh. sahen sich vor folgende Fragen gestellt: 1) „War das Blut Christi wie Leib und Seele hypostatisch der göttlichen Person geeint und blieb es das auch während des Triduum mortis?“ 2) „Kehrte das gesamte beim Leiden vergossene Blut christi bei seiner Auferstehung in den Leib zurück?“ Thomas von Aquin bejaht die 2. Frage uneingeschränkt (Quodl. V a.5; S. th. III q. 54 a.3) und bestreitet dementsprechend das Vorhandensein echter Reliquien des Blutes Christi. Seine Antwort zur 1. frage liegt in dem Prinzip: Verbum Dei numquam deposuit quod in nostra natura assumpsit (Das Wort Gottes hat niemals abgelegt, was in unserer Natur aufgenommen worden ist.). Der Scotusschüler Franciscus de Maironis stellt Thomas die These entgegen, das vergossene Blut habe sich mit der Trennung vom Leib auch von der Gottheit getrennt. Das besagte Prinzip beschränkt er mit Berufung auf Papst Leo den Großen und Johannes von Damaskus auf die menschlichen Wesensteile Leib und Seele.

– b) Über beide Fragen entspann sich 1462 zwischen Dominikanern und Franziskanern eine lebhafte Kontroverse, die in einer Disputation vor Papst Pius II. (18.-20. Dezember) gipfelte und zu dem Dekret vom 1.8.1464 führte.

– c) Das Decretum de SS. Eucharistia des Tridentinums nennt das Blut wie Leib und Seele „Teil Christi des Herrn“ und definiert, daß kraft der Wandlungsworte das (nun verklärte) „wahre Blut“ Christi gegenwärtig wird. Das läßt auf die „Identität“ des Blutes über das Leiden hinaus schließen und legt auch die Folgerung nahe: „Das Blut im Kelch ist mit der Gottheit vereint, also war es so auch mit dem vergossenen“ (Nikolaus von Kues: Haubst 324). Anderseits gilt dieser Schluß jedoch nur von dem vergossenen Blut, das tatsächlich wieder in den Leib aufgenommen wurde. Im Übrigen ist nach Ausweis der heutigen Physiologie und angesichts der auch bei Jesus durchweg natürlich verlaufenen physiologischen Lebensvorgänge die fortdauernde „Identität“ des Blutes nicht im Verbleib derselben Blutflüssigkeit oder -zellen zu sehen, sondern vielmehr darin, daß es jeweils von derselben Seele in demselben Leib belebt ist (s. Auferstehungsleib).

  1. Die Verehrung des kostbaren Blutes.

Das Blut des verklärten Christus ist, auch im Altarsakrament, im Hinblick auf die göttliche Person und mit dieser anzubeten. Falls es von der Passion zurückgebliebenes Blut gibt, ist dieses nicht mehr hypostatisch geeint. Solchen Reliquien gebührt deshalb auch nur ein relativer Kult, ähnlich wie den Bildern und dem hl. Kreuz Christi. Der Sinn der seit den Kreuzzügen aufblühenden Verehrung des kostbaren Blutes, die später besonders durch Katharina von Siena und Caspar del Bufalo neue Anregung erfuhr, und insbesondere des von Papst Pius IX. 1849 für die ganze lateinische Kirche angeordneten und durch Papst Pius XI. erhöhten Festes (1. Juli) liegt vor allem in dem Dank für die Erlösung durch den blutigen Kreuzestod Christi.

(nach: Lexikon für Theologie und Kirche; Verlag Herder Freiburg; 1958)

Zu Ehren des kostbaren Blutes genehmigte die Ritenkongregation am 24. Februar 1960 zum liturgischen Gebrauch die Litanei vom kostbaren Blut.


V./ A. Herr, erbarme Dich unser
V./ A. Christus, erbarme Dich unser
V./ A. Herr, erbarme Dich unser
V./ A. Christus höre uns
V./ A. Christus erhöre uns

V. Gott Vater im Himmel, A. erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein Einiger Gott

V. Blut Christi, A. rette uns
Blut Christi, des Eingeborenen des ewigen Vaters
Blut Christi, des menschgewordenen Wortes
Blut Christi, des Neuen und ewigen Bundes
Blut Christi, n der Todesangst zur Erde geronnen
Blut Christi, bei der Geißelung vergossen
Blut Christi, bei der Dornenkrönung verströmt
Blut Christi, am Kreuze ausgegossen
Blut Christi, Kaufpreis unseres Heiles
Blut Christi, einzige Vergebung der Sünden
Blut Christi, im Altarsakrament Trank und Reinigung der Seelen
Blut Christi, Strom der Barmherzigkeit
Blut Christi, Besieger aller bösen Geister
Blut Christi, Starkmut der Märtyrer
Blut Christi, Kraft der Bekenner
Blut Christi, Lebensquell der Jungfrauen
Blut Christi, Stütze der Gefährdeten
Blut Christi, Linderung der Leidenden
Blut Christi, Trost der Weinenden
Blut Christi, Hoffnung der Büßenden
Blut Christi, Zuflucht der Sterbenden
Blut Christi, Friede und Wonne aller Heiligen
Blut Christi, Unterpfand des ewigen Lebens
Blut Christi, Erlösung aus den Tiefen des Reinigungsortes
Blut Christi, aller Herrlichkeit und Ehre überaus würdig

V. Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. verschone uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. erhöre uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. erbarme Dich unser.

V. Lasset uns beten. – Allmächtiger ewiger Gott, Du hast Deinen eingeborenen Sohn zum Erlöser der Welt eingesetzt und wolltest durch sein Blut Dich versöhnen lassen, so lasse uns denn, wir bitten Dich, den Lösepreis unseres Heiles verehren und durch seine Kraft vor den Übeln dieses Lebens auf Erden beschirmt werden, so dass wir uns im Himmel ewig seiner Frucht erfreuen dürfen, durch Christus unseren Herrn. A. Amen


Foto: Heike Hannah Lux

Vorwort zum Juli-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

mit diesem Rundbrief haben Sie die vorletzte Ausgabe vor sich, die in meiner Verantwortung liegt. Ab Oktober diesen Jahres (die nächste Ausgabe wird ja die alljährlich einmal erscheinende Doppelnummer sein), trägt H. H. Pater Bernhard Gerstle die Verantwortung für das Apostolat der Priesterbruderschaft hier in Köln und somit auch für den Rundbrief. Unterstützt wird er von H. H. Pater Marc Brüllingen und dem Neupriester H. H. Pater Josef Unglert. der am 26. Juni zum Priester geweiht worden ist. Ich wünsche den Mitbrüdern von Herzen viel Erfolg bei der „Arbeit“ im Weinberg des Herrn hier im Rheinland. Schwerpunkte werden die größeren Apostolate in Köln und Düsseldorf sein.

Als „Oberer“ der Niederlassung darf ich mich daher von Ihnen verabschieden. Ich danke Ihnen für Ihre jahrelange Unterstützung und vor allem Ihre Gebete, die der Liebe Gott wohl erhört hat, denn ich habe von dort stets viel Stärkung erfahren. Da meine liebe Mutter ein bereits hohes Alter erreicht hat, darf ich in ihrer Nähe bleiben und bin für Sie alle demnach nicht gänzlich verschwunden. Hauptansprechpartner ist aber natürlich ab Mitte September für Sie der neue Hausobere Pater Gerstle. Ich danke meiner Gemeinschaft sehr für dieses Entgegenkommen, die mir somit die Möglichkeit gibt, das, was aus dem vierten göttlichen Gebot folgt, in personam selbst umsetzen zu können. […]

Mit Segensgruß, Ihr

Pater Andreas Fuisting


Bild: Ikone Christus wahrer Weinstock | Foto: Heike Hannah Lux

Zum Fest Fronleichnam

von Pater Marc Brüllingen


Norbert von Xanten | Foto: Heike Hannah Lux

1. Sein Fleisch ist wahrhaft eine Speise. Christus spricht im heutigen Evangelium (Joh 6,56-59) nicht mehr bildhaft, also von der Verbundenheit mit ihm durch den Glauben, sondern er spricht mit besonderer und auffallender Eindringlichkeit ständig zu wiederholten Malen vom Essen und Trinken, von wirklicher Speise und wirklichem Trank. Das Manna in der Wüste, das Wasser aus dem Felsen waren einerseits Symbole des geistigen Erfülltwerdens durch den Glauben. Beides war aber anderseits noch Symbol eines wirklichen Essens, einer Speise, die er gibt, und des Trinkens eines Trankes, den er reicht. Dieses Brot ist sein Leib, dieser Trank ist sein Blut. Die Juden verstehen ihn wörtlich: „Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?“ Er will auch wörtlich verstanden sein. Nur ist hier noch nicht ersichtlich, wie sein Fleisch das Brot ist, das er ihnen zu essen gibt. Das Wie bleibt hier offen. Erst die Abendmahlsszene am kommenden Osterfest wird ihnen zeigen, wie er seine Worte gemeint hat und wie sie die Erfüllung finden. Wenn er nämlich das Brot in sein Fleisch verwandelt und den Wein in sein Blut.

2. Diese Nahrung bewirkt in ihnen das Leben: Auch das wird mehrmals betont: „Das Brot, das ich gebe, ist mein Fleisch für das Leben der Welt… wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esset und sein Blut nicht trinket, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben… So wird der, der mich ißt, leben… Wer dieses Brot ißt, wird in Ewigkeit leben.“ Alle Sakramente der Kirche haben eine Beziehung zum neuen Leben aus Gott. Die Taufe spendet dieses Leben, die Firmung sichert es, die Buße gibt das verlorene Leben zurück, die Priesterweihe gibt die Fähigkeit, es auch anderen zu spenden, die Ehe verbindet natürliches und übernatürliches Leben, natürliche und übernatürliche Zeugung. Die Krankenölung stärkt das natürliche Leben und sichert das ewige Leben. Und mittendrin steht das eigentliche Sakrament des Lebens, die lebenerhaltende Speise des Fleisches Christi und der lebenerhaltende Trank des Blutes Christi.

3. Dieses Leben gewinnt der Mensch durch die Gemeinschaft mit Christus und durch Ihn mit dem Vater: „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“ Der Mensch wird eins mit Christus in der Einswerdung der Communio. Und Christus wird eins mit ihm, der ihn in der Speise aufnimmt. Es ist dieser Assimilierungsprozeß, der im Zeichen des Essens und Trinkens gezeigt und in der unsichtbaren Wirklichkeit übernatürlichen Verbundenseins vollzogen wird. Der Lebensstrom quillt aus dem Vater: „Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich durch den Vater lebe, so wird auch der, der mich ißt, durch mich leben.“ Die Geburt des Sohnes aus dem Vater ist Lebensempfang. Das Aufnehmen des Sohnes durch den Genuß seines Fleisches und Blutes ist Empfang dieses Lebens für den Menschen. So wird die lebendige Einheit vollendet. Vom Vater her durch Christus in den Menschen hinein, vom Menschen durch Christus zum Vater hin. Gerade darum ist dieses Brot nicht nur von vorübergehender Wirkung wie das Manna, sondern wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit. „Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.“ Christus ist das wahre Manna. Wer es ißt, stirbt nicht, denn wenn er auch äußerlich, körperlich stirbt, hat er doch ein Leben in sich, das nicht dem Tod verfallen ist, und selbst äußerlich, körperlich wird er auferweckt am Jüngsten Tag.

(nach: Richard Gutzwiller, Meditationen über Johannes; Benziger Verlag Einsiedeln Zürich Köln; 1958)

Vorwort zum Juni-Rundbrief

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

im Juni feiert und preist die Kirche ihren Herrn und Heiland mit den Festen Fronleichnam und Herz-Jesu.

Fronleichnam ist eine einzigartige Huldigung und Anbetung des eucharistischen Heilandes und Herz-Jesu das Fest der Liebe schlechthin.

Schöner als die Kirche es in der Präfation vom Heiligsten Herzen ausdrückt geht es wohl kaum:

„Du wolltest, daß dein Eingeborener am Kreuze von des Soldaten Lanze durchbohrt wurde, damit sein geöffnetes Herz, dies Heiligtum göttlicher Freigiebigkeit, Ströme des Erbarmens und der Gnade auf uns ergieße. Dies Herz, in dem die Glut der Liebe zu uns nie erlischt, sollte den Frommen eine Stätte der Ruhe werden, den Büßenden aber als rettende Zuflucht offenstehen.“

Erfreuen wir uns an diesen beiden hohen Festen und bemühen wir uns stets, in der Liebe zu IHM zu wachsen.

Mit Segensgruß, Ihr Pater Fuisting


Bild: Herz-Jesu-Statue in der Kirche Maria-Hilf

Neue Organisation der Anmeldungen

Für die Heiligen Messen an Sonn- und Feiertagen sind ja nun sowohl für Köln (Maria Hilf) als auch für Düsseldorf (St. Dionysius) vorherige Anmeldungen nötig. Die bisher sehr unterschiedlichen Verfahren für die Anmeldungen haben wir nun vereinheitlicht.

Das bringt folgende Vorteile:

  • Die Anmeldemöglichkeiten sind deutlich einfacher auf der Seite zu finden und zu nutzen.
  • Alle notwendigen Daten werden abgefragt – das beschleunigt den Abgleich vor Ort in der Kirche.
  • Für beide Standorte ist nun das Verfahren einheitlich.
  • Es ist sicher gestellt, dass die Angaben jeweils an einer Stelle gebündelt sind und Überschneidungen vermieden werden.

Die Anmeldungen für morgen (Sonntag, 09.05.2021), die Sie bereits vorgenommen haben, behalten natürlich ihre Gültigkeit!

Bitte melden Sie sich also künftig online nur über die beiden neuen Kontaktformulare an!

Es bleibt auch die Möglichkeit bestehen, sich telefonisch anzumelden, wenn Sie mit den Formularen nicht zurecht kommen. Die Telefonnummern und -zeiten finden Sie auf den jeweligen Anmeldeseiten.

Anmeldung für Maria Hilf:

(Klick ins Bild)

Anmeldung für St. Dionysius:

(Klick ins Bild)

Änderung der Messzeiten in Maria Hilf!

Liebe Brüder und Schwestern,

die derzeitige Personalsituation erfordert eine Reduzierung der Hl. Messen in der Kirche Maria-Hilf, wie sie bereits im letzten Jahr nach dem Weggang Pater Stegmaiers Ihnen vertraut sein dürfte.

Bis auf weiteres wird die Gottesdienstordnung folgendermaßen aussehen:

  • Sonntag. Hl. Messe um 10.30 Uhr und 18:30 Uhr,
  • sowie mittwochs um 18:30 Uhr und samstags um 9:00 Uhr.

Ich bitte um Verständnis dafür und bekunde auch, daß es mich sehr schmerzt, das bisherige Angebot an Hl. Messen nicht aufrecht erhalten zu können. Aber Ihnen wird klar sein, daß mit zwei Geistlichen nicht das gleiche Programm angeboten werden kann, wie mir dreien.

Es grüßt Sie herzlich im Gebet verbunden,

Ihr Pater Andreas Fuisting

Er ist wahrhaftig auferstanden

von Hannah Lux


Es gibt eine Reihe von Glaubenswahrheiten, von denen vermeintlich aufgeklärte Zeitgenossen behaupten, sowas könne man doch heute nicht mehr glauben. Das sei nicht mehr vermittelbar und müsse deshalb aus der kirchlichen Verkündigung gestrichen werden, oder zumindest umgedeutet. Dieser Unglaube wird dann auch noch als erwachsen bezeichnet – im Gegensatz zum angeblich infantilen Glauben der „Frommen“. Ganz oben auf der Liste dieser nicht glaubbaren Wahrheiten steht die Auferstehung Christi. Die Umdeutungen sind uns leider nur allzu bekannt: Er lebe in seinen Nachfolgern weiter, oder in seiner Botschaft …  Folgerichtig ist dann auch bei unseren Verstorbenen häufig die Rede davon, dass sie (nur noch) in unseren Gedanken weiterleben.

Was man uns als modernen und mündigen Glauben weismachen will, ist aber so alt wie das Christentum selbst. Zur Zeit Jesu gab es bereits die Vorstellung einer Auferstehung, und es wurde bereits heftig darüber gestritten, so dass auch Jesus dazu befragt wurde. Gleich in zwei Evangelien wird davon berichtet – im Markusevangelium (12, 18 ff) und im Matthäusevangelium (22, 23 ff):

»Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. […] Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht (Exodus 3,6): »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.« (Mt 22, 29 und 31-32)

In den ersten Gemeinden tauchte der Zweifel an der Auferstehung ebenfalls sehr schnell auf. In Korinth gab es offenbar Gemeindeglieder, die nicht so recht an eine Auferstehung glauben wollten. Ihnen antwortet der hl. Paulus:

»Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen.« (1 Kor 15, 3-6)

Der Kern dessen, was der hl. Paulus empfangen hat, ist also die Botschaft vom Sühnetod Christi und seiner Auferstehung. Beides wird heute immer noch oder wieder in Frage gestellt. Dabei führt der Apostel Zeugen an, die seine Zeitgenossen immer noch befragen konnten. Dann schreibt er weiter:

»Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferweckt ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; dann sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.« (1 Kor 15, 12-19)

»Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig«

Christentum ohne die Auferstehung ist sinnlos – gleichgültig, was vermeintlich aufgeklärte Verkündiger uns weismachen wollen. Christus ist auferstanden und wir werden auferstehen – nicht symbolisch oder nur geistig, sondern real.

Der Dichter Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) hat es so ausgedrückt:

Jesus lebt, mit ihm auch ich!
Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt und wird auch mich
von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht;
dies ist meine Zuversicht.

Bei orthodoxen Christen ist es Tradition, diesen Osterglauben mit dem Ostergruß zu bezeugen und sich gegenseitig der Auferstehung zu versichern: „Χριστός ἀνέστη“ (Christos anesti) – „Christus ist auferstanden!“. Die Antwort: „αληθώς ανέστη“ (Alithos anesti) – „Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Auch die armenischen Christen grüßen einander mit: „Քրիստոս յարեաւ ի մեռելոց“ (Krisdos haryaw i merelotz) – „Christus ist auferstanden“. Hier lautet die Antwort: „Օրհնեալ է յարութիւնն Քրիստոսի“ (Orhnyal e harutyunn Krisdosi) – Gepriesen sei die Auferstehung Christi!“

Die Botschaft der Auferstehung lässt uns in diesen Lobpreis mit einstimmen.


Bild: Ikone Anastasis | Foto: Heike Hannah Lux

Zu den Corona-Maßnahmen!

Liebe Gläubige,

vor einigen Monaten habe ich einen Text auf die Webseite der Priesterbruderschaft St. Petrus in Köln gesetzt, der zum Inhalt hat, die zwischen der Landesregierung von NRW und der Erzdiözese Köln abgesprochenen Maßnahmen zur Abweisung der Epidemie durch das Coronavirus in kirchlichen Einrichtungen (einschließlich Kirchengebäuden) zu regeln.
Im wesentlichen handelt es sich hier um die Maßnahmen: Abstand zueinander halten und eine Maske tragen. Darüber hinaus darf im Gottesdienst, so auch der Mitfeier der Hl. Messe, nicht gesungen werden.Ich vertrete die Auffassung, daß die zu beachtenden Auflagen – trotz wiederholter Bitten gemeinsam mit dem Verein „Ecclesia Dei“ Köln (zwischen dem und der Erzdiözese ein Vertrag besteht) nicht unzumutbar sind!
Dennoch werden sie von vielen nicht eingehalten.
Ich fordere Sie daher erneut auf, sich an die abgesprochenen Maßnahmen zu halten. Dies ist ein Akt des Gehorsams gegenüber dem Hochwürdigsten Herrn Erzbischof, der in der Kirche Maria – Hilf das Hausrecht ausübt. Das Versprechen des Gehorsams, auch den erwähnten Maßnahmen gegenüber, habe ich gegeben und stehe dafür ein.

In Kauf zu nehmen, daß bei Nichteinhaltung dieser Maßnahmen die Kirche geschlossen wird und keine Gottesdienste mehr stattfinden könnten, zeugt von Ignoranz, einer für einen Christenmenschen unwürdigen Haltung.
An allen Meßorten, als da sind: Düsseldorf, Remscheid, Wuppertal, Dom zu Altenberg, Lindlar – Frielingsdorf, Anna Kapelle – Lützenkirchen und im Rhein – Erftkreis, halten sich die Gläubigen an die auferlegten Maßnahmen, weil sie wissen, daß vielleicht nicht die Einsicht in diese, aber doch der Gehorsam und die Einheit im Glauben, und darüber hinaus menschlich gesehen, dies geboten ist. Dafür bin ich diesen Mitchristen äußerst dankbar.

Ich möchte Ihnen gerne noch eine Stellungnahme zur Kenntnis bringen, die ich am Freitag, dem 12. März in der Zeitung „DIE WELT“ veröffentlicht vorgefunden habe. Der Berliner Strafrichter Pieter Schleiter, der Verfassungsbeschwerde gegen die Corona – Politik eingelegt hat, antwortet auf die Frage:
„Es gibt viele Menschen, die sich mit den Einschränkungen der Pandemie arrangieren. Sie nicht. Warum?“ „Ich halte mich an die Regeln, auch wenn sie meiner Ansicht nach letztlich nicht wirksam sind. Nach meiner Auffassung handelt es sich um ein rechtliches Nullum (etwas gegenstandsloses, wirkungsloses*). Aber ich bin Richter und finde auch, daß es einen Eigenwert hat, Gesetze zu befolgen. Wenn alle sagen würden, ich halte das alles für null und nichtig, hätten wir Anarchie.“
(* und Hervorhebungen von mir).

Köln, 14. März 2021
Pater Andreas Fuisting


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Vorwort zum März-Rundbrief

Liebe Gläubige Freunde und Wohltäter,

schon hat die Fastenzeit ihren Lauf begonnen – ja wir stehen jetzt, Anfang März, bereits mittendrin. Die Vorbereitungszeit auf Ostern erfolgt in drei Stufen; ein vielgeübter Grundsatz in der Liturgie, den Festgedanken allmählich zu steigern. Die erste Stufe liegt bereits hinter uns: Die Vorfastenzeit war eine Einladung an uns, die große Zeit der Umkehr und Erneuerung gut zu benützen. Äußerlich ist es eine Zeit „das Jahr hindurch“ (tempus per annum), es fehlt aber das Alleluja.

Die Quadragese bildet nun die zweite Stufe. Diese beginnt im Meßbuch mit dem Aschermittwoch, nach dem Stundengebet mit dem ersten Fastensonntag, denn ab hier setzt erst das Ordinarium der Fastenzeit ein. Sie schließt mit dem Samstag nach dem vierten Fastensonntag. Kurz charakterisiert werden kann sie mit den Worten ihrer Präfation: „Durch das Leibfasten drückst du die Sünden nieder, erhebst den Geist, gibst Tugend und Lohn.“ Also eine Zeit der Seelenerneuerung. Der tiefere liturgische Gehalt der Zeit aber ist der Geisterkampf, ein Kampf zwischen Licht und Finsternis. In diesem Kampf unterscheiden wir zwei Phasen, eine Defensive und eine Offensive; in den ersten zwei Wochen sehen wir Christus und die Kirche mehr in der Verteidigung, in den darauf folgenden zwei Wochen gehen sie zum Angriff vor. Für diese zwei Phasen sind typisch die Evangelien des ersten und des dritten Fastensonntags: am ersten wird Christus vom Teufel angegriffen, der Herr schlägt ihn ab. Am dritten ist Christus der Angreifer; er, der Stärkere, besiegt den Starken. Auch auf dem Feld unserer Seele muß es aus der Verteidigung zum Angriff auf den bösen Feind kommen.

3. Stufe: die Passionszeit. Sie ist ausschließlich dem Gedächtnis an das Leiden des Herrn geweiht. Schon mit dem Montag nach dem vierten Fastensonntag beginnt die Liturgie vom Leiden des Herrn zu singen und zu sagen. Johannes führt uns mit seinem Evangelium durch diese Phase der seelischen Pein und Leidensgeschichte Jesu. In den Gesängen hören wir Klagen aus seinem göttlichen Mund. So tritt mit dem Passionssonntag schließlich jede Zurückhaltung der Liturgie beiseite: es wird offen gesprochen vom Leiden des Herrn.

Kommen Sie gut und erfolgreich durch diese Zeit. Dazu grüßt Sie ganz herzlich und segnet Sie, Ihr

Pater A. Fuisting

Vorwort zum Februar-Rundbrief

 

Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

ich grüße Sie zur bereits zweiten Ausgabe des „Kölner Rundbriefs“ in diesem Jahr und möchte Ihnen allen von Herzen ein gnadenreiches neues Jahr 2021 wünschen!

Die politischen und sich auf das gesellschaftliche Leben stark auswirkenden Maßnahmen zur Kontrolle des „Virus Covid 19“ verlangen den Menschen einiges ab. Ich bin daher unserem hochwürdigsten Herrn Erzbischof sehr dankbar, daß die Priester überall auf dem Boden des Erzbistums Köln angehalten sind, ihre Kirchen offenzuhalten und Hl. Messen anzubieten. Sehrwohl sind dabei einige Vorschriften zu beachten, die wir genötigt sind einzuhalten (med. Masken tragen, Abstand halten, persönl. Daten hinterlegen). Doch dafür, daß wir dann an der Opferfeier Christi teilnehmen und in der Hl. Kommunion Teilhabe daran erhalten dürfen, ist doch alle Mühe wert! Machen wir weiter und lassen uns nicht beirren. Gott kommt immer zu seinem Ziel. Also: Keine Sorge!

Der „Aschermittwoch“ fällt dieses Jahr auf den 17. Februar. In der frühchristlichen Kirche waren diese Wochen vor Ostern der Vorbereitung der Taufbewerber auf die heilige Osternacht vorbehalten. Später, als die Kindertaufe allgemein wurde, trat an die Stelle der Unterweisung der Taufbewerber die öffentliche Kirchenbuße. Die öffentlichen Sünder wurden mit dem Aschenkreuz gezeichnet, sie empfingen das geweihte Bußkleid und durften bis zum Gründonnerstag nur an der Vormesse teilnehmen. Später haben dann alle Gläubigen die geweihte Asche am Aschermittwoch genommen, zum Zeichen der Bereitschaft, sich in den 40 Tagen vor Ostern unter das Gesetz der Buße zu stellen.

Kehren wir um und lassen uns vom Herrn zu innerer Neubelebung und Erneuerung führen, zum Kampf gegen alles Böse und uns neu stärken, um allen finsteren Mächten widerstehen zu können.

Die Kraft dazu erbittet für Sie, Ihr

Pater A. Fuisting

Aktuelle Hygiene-Regeln für Maria Hilf

Liebe Gläubige,

mit dieser Verlautbarung weise ich, als verantwortlicher Obere für das Apostolat der Priesterbruderschaft St. Petrus in Köln, auf die Notwendigkeit der Einhaltung folgender Vorgaben hin:

  • Sowohl beim Betreten der Kirche Maria – Hilf, wie auch am Platz in der Bank ist über den gesamten Zeitraum des Aufenthaltes vorgeschrieben, einen Mund-Nasenschutz zu tragen! – Ab 25.012021: einen medizinischen Mund-Nasenschutz (OP-Maske, FFP2 oder KN/N95)!
  • er Abstand zu anderen Gläubigen beträgt 1,5m und ist einzuhalten! (Ausnahme: Familien)!
  • Momentan ist auch während der hl. Messen / Gottesdienste, kein Gesang zulässig!
  • Auch vor der Kirche, bei etwaigen Begrüßungen oder Gesprächen ist der Mund-Nasenschutz zu tragen und der Mindestabstand einzuhalten!

Die aufgezählten Maßnahmen sind von der Leitung der Erzdiözese Köln vorgegeben worden und umzusetzen! Die Kirche Maria-Hilf wurde dankenswerter Weise der Priesterbruderschaft St. Petrus für den Gottesdienst in der Außerordentlichen Form des Römischen Ritus zur Verfügung gestellt. Die Erzdiözese übt hier, im Zusammenhang mit der Pfarrei St. Severin, ihr Hausrecht aus!

Wer sich an die vorgegebenen Maßnahmen nicht hält, muß die Kirche verlassen! Dies einzufordern, ist der Verein „Ecclesia Dei, Köln“ berechtigt!

Den Maßnahmen stimmen auch die Oberen der Priesterbruderschaft St. Petrus zu, sind also mit ihnen abgesprochen. Sie gelten bis zu einer neuen Bewertung der aktuellen Lage.

Liebe Gläubige, die Maßnahmen sind im Gehorsam gegen die Diözesanleitung anzunehmen! Außerdem weise ich darauf hin, daß erstens viele diesen Maßnahmen völlig unkritisch gegenüber stehen, sie also für notwendig oder angemessen halten und zweitens, eine Nichteinhaltung dieser Maßnahmen dazu führt, daß keine Hl. Messen bzw. Gottesdienste mehr stattfinden dürfen. D. h., eine Mißachtung der Maßnahmen, mißachtet diejenigen, die sie für notwendig oder angemessen halten und nimmt in Kauf, daß diesen Gläubigen die Möglichkeit zur Mitfeier der Hl. Messe genommen wird, einschließlich natürlich dem Mißachtenden selbst!

Christus vincit!

Mit Segensgruß im Januar des Herrn 2021, Ihr

Pater Andreas Fuisting


Den Text finden Sie anbei als PDF-Datei