*

Wer sind wir?


*

Wir sind zwei römisch-katholische Christengemeinden - in Köln und Düsseldorf -, die ihre Gottesdienste und heiligen Messen gemäß dem überlieferten römischen Ritus (Liturgie von 1962) feiern. Auf der Grundlage des päpstlichen Motu proprio "Ecclesia Dei", das Papst Johannes Paul II. am 02. Juli 1988 veröffentlichte, hat unser Kölner Oberhirte Joachim Cardinal Meisner bereits vor vielen Jahren seine bischöfliche Erlaubnis zur Feier der traditionellen Liturgie erteilt. Wir sind ihm sehr dankbar für diese Möglichkeit, die der Ehre Gottes dient und dem Volke Gottes zu Gute kommt. Zugleich beten wir für unseren Papst, S.H. Benedikt XVI., und die mit ihm auf dem Erdenrund verbundenen Bischöfe, daß sie die Kraft erhalten, dem unverlierbaren Existenzrecht der Liturgie selber und dem Recht der Gläubigen zur Teilnahme daran weitere Entfaltung zu ermöglichen.

*

Die überlieferte römische Liturgie

Die Liturgie ist der öffentliche und offizielle Kult (Gottesverehrung) der Kirche. Sie ist absolut rechtgläubig und reicht zurück bis hinein in die apostolische Zeit, so daß in ihr gleichsam das Erbe der gesamten westlichen Christenheit gegenwärtig ist. Daher ist die Bezeichnung "tridentinischer Ritus" meist polemisch gemeint, durchaus irreführend und in gewisser Weise sogar falsch. Die Liturgie ist das Fest des Glaubens (Joseph Ratzinger), liturgisch dargestelltes und gefeiertes Dogma, ja, sie ist die Tradition in ihrer höchsten Form und Vollendung und gleicht einem Strom, der im Laufe der Jahrhunderte immer reicher wurde.


Somit stellt die überlieferte Liturgie einen unermeßlichen Schatz an Theologie und Spiritualität, Ehrfurcht und Frömmigkeit, Pädagogik und Kultur dar. Sie bildet ein Gesamtkunstwerk, das für den Aufbau Europas und der abendländischen Kirche einen unermeßlichen Beitrag lieferte, denken wir nur an unsere alten Kirchen, die für nichts anderes als den Kult Gottes und diese Liturgie erbaut wurden!

Als natürlich gewachsener Ritus, als Werk des Himmels und der Menschen ist sie objektiv, so daß die subjektive Persönlichkeit des einzelnen Priesters und Liturgen hinter dem Geheimnis Christi und der Kirche zurücktritt, handelt der Priester doch nicht in seiner eigenen Person, sondern "in persona Christi"! Daher ist die kirchliche Liturgie in allen Einzelheiten exakt geregelt und genau vorgeschrieben. Gerade so, im Anhalten an die geheiligten Formen, im Verzicht auf liturgische Experimente und gutgemeinte kreative Beiträge, eröffnet sich der Raum innerer Freiheit und Geborgenheit im Schoß der katholischen Kirche. Auch Christen aus den ostkirchlichen Riten erkennen den Geist ihrer eigenen Riten und Zeremonien in der überlieferten westlichen Liturgie wieder, finden so spontan eine Heimat und spüren die Einheit der Kirche.


*

Glaubensverkündigung und Katechese

Unsere derzeitigen pastoralen und seelsorglichen Bemühungen betreffen naturgemäß zunächst die Feier der heiligen Liturgie, die Glaubensverkündigung und die Spendung der Sakramente, besonders des Bußsakramentes.

Darüber hinaus halten wir regelmäßig in unseren Kirchen eucharistische Anbetung und bieten Beichtgelegenheit. Ein Mal pro Monat halten wir Familiensonntage in Köln mit Katechesen für alle Altersgruppen und der Möglichkeit zu persönlichem Austausch, zu der auch einzelne Personen kommen. Des weiteren sorgen wir für katholische Unterweisung der Kinder, geben Erstkommunion- und Firmunterricht und machen Unternehmungen mit unseren Ministranten. Darüber hinaus kann auf Wunsch Ministrantenunterricht erteilt werden.

Die Erwachsenenkatechese bildet ein Forum für Austausch und Weiterbildung und diskutiert in gemütlichem Rahmen religiöse, weltanschauliche und philosophische Fragen. Schließlich besuchen wir alte und kranke Menschen und spenden Ihnen die heilige Kommunion.

*

Unterstützung

Da unsere gesamte hiesige pastorale Tätigkeit von diözesaner Ebene bislang finanziell nicht unterstützt wird, ist sie ausschließlich aufgrund großzügiger Spenden ermöglicht – ein nicht immer leichtes Unterfangen... Wir sind daher dankbar für jede Unterstützung, besonders durch Gebet und Opfer, aber auch in finanzieller Hinsicht. Wir vertrauen auf den Himmel, auf Ihre Hilfe und die Fürsprache des heiligen Joseph als des Patrons der Kirche.

*


Spenden:

Priesterbruderschaft St. Petrus e.V.
Konto-Nr. 156 084 503
Postbank Köln, BLZ 370 100 50.


*

Grundsätzliches:


  

Die katholische Kirche

Die Kirche ist communio, Gemeinschaft derer, die an Jesus Christus als den verheißenen Messias und den wahren Sohn Gottes glauben. Sie ist versammelt im Namen Gottes: Gott selbst hat die Kirche in seinem eingeborenen Sohn Jesus Christus aus allen Völker und Nationen zusammengerufen.. Gott war es auch, der den Anfang der Rettung des Menschengeschlechtes unternahm "weil ER hat uns zuerst geliebt" (1 Joh 4,11).

Die Kirche aber hört das Wort Gottes in der Verkündigung, sie lobt Gott und preist seinen Namen und feiert die Heilige Liturgie, besonders die Heilige Messe als das Opfer des Neuen Bundes, die unblutige Präsenz des Kreuzesopfers Jesu, die wirkliche Gegenwart des ganzen österlichen Geheimnisses. Die Gläubigen als Glieder der Kirche bringen dabei kraft der Taufe und des allgemeinen Priestertums sich selbst und ihr ganzes Leben Gott selbst zum Opfer dar zu lieblichem Wohlgeruch (Eph 5,2 öfter). Sie bekennen ihre Sünden und bitten um Verzeihung, tun Buße und leisten Sühne. So verbindet die Kirche kraft der göttlichen Wirkmacht ihres göttlich-menschlichen Tuns in Christus durch alle Jahrhunderte hin Gott und Mensch, Himmel und Erde, Transzendenz und Immanenz, Anfang und Ende.

*

Papst Benedikt XVI.

*


*

Hymnen an die Kirche
Gertrud von Le Fort

Die Stimme der Kirche spricht:
Ich habe noch Blumen aus der Wildnis im Arme,
ich habe noch Tau in meinen Haaren
aus den Tälern der Menschenfrühe.
Ich habe noch Gebete, denen die Flur lauscht,
ich weiß noch, wie man die Gewitter fromm macht
und das Wasser segnet.
Ich trage noch im Schoß die Geheimnisse der Wüste,
ich trage noch auf meinem Haupt das edle Gespinst
grauer Denker.
Denn ich bin die Mutter aller Kinder dieser Erde:
was schmähst du mich, Welt, dass ich groß sein darf
wie mein himmlischer Vater?
Siehe in mir knien Völker, die lange dahin sind,
und aus meiner Seele leuchten nach dem Ew’gen
viele Heiden!
Ich war heimlich in den Tempeln ihrer Götter,
ich war dunkel in den Sprüchen aller ihrer Weisen.
Ich war auf den Türmen ihrer Sternsucher,
ich war bei den einsamen Frauen, auf die der Geist fiel.
Ich war die Sehnsucht aller Zeiten, ich war das Licht
aller Zeiten, ich bin die Fülle der Zeiten.
Ich bin ihr großes Zusammen, ich bin ihr ewiges Einig.
Ich bin die Straße aller ihrer Straßen: auf mich ziehen
die Jahrtausende zu Gott!

(Heiligkeit der Kirche, I)

*