*

 Aktuelles:


Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

 

der Rundbrief für diesen Monat erscheint mitten in der Fastenzeit. Diese für uns Christen bedeutende Vorbereitungszeit auf das entscheidende Geheimnis unseres Glaubens, den Tod und die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, soll uns klar machen, daß es beim Fasten im christlichen Sinn nicht um eine Hungerkur, um eine Entfettungstherapie oder um Heilfasten geht, sondern um den ganzen Menschen und hier vor allem um seine innere Ordnung und Verfassung, also um Zucht und Maß.

Im Zentrum steht demnach das Bemühen Herz und Sinn, Seele und Leib, von der Mitte der Person her also, wieder zu lernen sein Leben zu gestalten, daß der Mensch nicht von außen gelebt wird - nicht zum bloßen Reaktionsbündel und willenlosen Opfer des ihn bestürmenden Lebens mit seinen Angeboten, Verpflichtungen und Reizen wird - sondern lebt, die treibende Kraft in sich selbst ist, daß er nicht Sklave seiner Wünsche wird, sondern Herr und verfügende Instanz. Wer so handelt ist im guten Sinne frei, denn zur Freiheit gehört der gelegentliche Verzicht, weil der Mensch sich dadurch selbst gewinnt und das rechte Verhältnis zur Welt und den Dingen der Welt erlangt.

Deshalb ist die Fastenzeit von zeitloser Gültigkeit und Bedeutung; denn es ist für den Menschen immer eine Gefahr, sein Selbst zu verlieren und ein Getriebener zu sein.

Wir haben jetzt gesehen, daß der Sinn des Fastens zunächst den Menschen zu sich selbst führt. Doch der nächste Schritt folgt sogleich: Hat er sich die Freiheit von den Dingen und die Freiheit zu sich selbst geschenkt, wird ihm nun die Freiheit für Gott eröffnet. Hierin wird der Ursinn des Fastens deutlich: Der Mensch versteht sich nicht, wenn er sich nicht versteht als das Gott verdankte, Gott verantwortliche und für Gott bestimmte Geschöpf, als das in Schuld verstrickte und von Jesus Christus erlöste Wesen, das Kind Gottes. Diese Bestimmungen gehören zur Definition des Menschen und gerade diese sollten freigelegt und neu ins Bewußtsein gebracht werden.

In der Hl. Schrift finden wir dazu das Wort Metanoia, das gewöhnlich mit Buße übersetzt wird. Und unter Buße verstehen wir zumeist bestimmte Bußwerke. Ursprünglich meint aber Metanoia das Umdenken, den Sinn umkehren, eigentlich: die Umkehr von einer falschen Richtung, das Einschlagen des rechten Weges. Metanoia heißt: sich auf das Eigentliche und Wahre besinnen, wie es für den Menschen bestimmend ist, also auf seine Existenz vor Gott und in Gott. Daher ist der Ruf: "Tuet Buße" das Leitwort der Fastenzeit.

Erbitten wir in diesem Sinne Gottes Segen für die "Quadragesima",

Ihr P. Fuisting

 


 

Neue Beichtzeiten

 

Es kommt immer wieder vor, daß Gläubige vor der Hl. Messe "noch schnell" das Beichtsakrament empfangen wollen. So verständlich dies auch ist, wird der Priester dadurch in Bedrängnis gebracht, denn er muß nicht nur dafür Sorge tragen, daß die Hl. Messe pünktlich beginnen kann, sondern sollte sich auch innerlich auf sie vorbereiten. Im Meßbuch ist dafür eigens eine Rubrik vorgesehen, die sog. "Praeparatio ad Missam", die allerdings zu beten heute nicht mehr streng verpflichtend ist. Ein "zur Ruhe kommen" ist jedenfalls vor der Feier des Hl. Meßopfers für den Priester von entscheidender Bedeutung - weil es angemessen ist.

Daher besteht ab sofort für die Gläubigen bis zehn Minuten vor Beginn der Hl. Messe keine Beichtmöglichkeit mehr.

Dafür werden folgende Beichtzeiten angeboten:

Köln:

Düsseldorf:

Ich darf Sie bitten und zugleich auffordern, diese Zeiten anzunehmen und von diesem neuen Angebot reichlich Gebrauch zu machen. P. A. F.

 


 

Gebetsmeinung des Papstes
im Monat März


Für die Verantwortlichen der Wirtschaft und der Politik:

Um eine Ordnung der globalen Wirtschaft nach den Prinzipien der Gerechtigkeit, die besonders die Ärmsten im Blick behält.

.

Für die Kirchen Afrikas

und ihre Aufgabe, zu Versöhnungund Gerechtigkeit auf dem Kontinent beizutragen.